Umwelt

Grün und schnell wachsend - die Wasserpest

Selbst aus kleinen verschleppten Resten kann fix wieder eine ganze, bis zu drei Meter lange Pflanze werden. Die Schmalblättrige Wasserpest ist ein wahrer Überlebenskünstler.

Die Stängel der Wasserpest können bis zu drei Meter lang werden und sich zum Beispiel um Schiffsschrauben legen. Foto: Hannes P. Albert/dpa
Die Stängel der Wasserpest können bis zu drei Meter lang werden und sich zum Beispiel um Schiffsschrauben legen.

Wiesbaden/Mainz (dpa) - Recht weit verbreitet ist in Gewässern in Hessen und Rheinland-Pfalz vor allem die Schmalblättrige Wasserpest (Elodea nuttallii). Sie kommt ursprünglich aus Nordamerika, wie aus dem Artensteckbrief des Regierungspräsidiums (RP) Gießen hervorgeht. Und sie kann binnen kurzer Zeit dichte Bestände bilden, aus kleinen Resten können schnell wieder neue Pflanzen wachsen. Das RP spricht von einem «großen Regenerationspotenzial». 

Seit 2017 gilt Elodea nuttallii laut einer EU-Verordnung als «invasive Art mit unionsweiter Bedeutung». Dem Landesamt für Umwelt (LfU) Rheinland-Pfalz zufolge hat sie die ursprünglich aus Kanada eingeschleppte und hierzulande zunächst noch häufiger vorkommende Kanadische Wasserpest (Elodea canadensis) größtenteils verdrängt. Elodea nuttallii sei insgesamt anpassungsfähiger, erklärte das LfU. 

Gefahr für einheimische Arten - Einfluss auf Nahrungsketten

Die Schmalblättrige Wasserpest mit ihren bis zu einem Zentimeter langen zugespitzten Blättern und bis zu drei Metern langen Stägeln verbreitet sich vegetativ, wie es im Fachjargon heißt - also auch, indem Reste von ihr von Booten oder auch Vögeln in andere Gewässer oder Gewässerbereiche verschleppt werden. 

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Impressum

In dichten Beständen kann die Wasserpest andere Pflanzen überwuchern und so einheimische Arten verdrängen. Außerdem könne sie zu einem Rückgang von Planktonalgen führen und damit Nahrungsketten beeinflussen, erklärt das RP weiter. Das kann zum Beispiel Folgen für Wasserflöhe haben, die Plankton fressen.