Wuchernde Pflanze

Wasserpest bremst Kanuten und Segelboote aus

Hessische Wassersportvereine kämpfen in diesem Jahr mit einem ungewöhnlich starken Wuchs der Wasserpest. Regatten mussten abgesagt werden. Nun kommt großes Gerät zum Einsatz.

Wenn die Wasserpest einmal da ist, wird man sie so leicht nicht mehr los. (Archivbild) Foto: Jens Kalaene/dpa
Wenn die Wasserpest einmal da ist, wird man sie so leicht nicht mehr los. (Archivbild)

Wiesbaden (dpa/lhe) - Eine glitschige Pflanze macht in diesem Jahr Freizeitsportlern besonders zu schaffen - die Wasserpest. Auch an hessischen Gewässern wuchern die Kanadische Wasserpest (Elodea canadensis) sowie die Schmalblättrige Wasserpest (Elodea nuttallii) und treiben Vorständen von Wassersportvereinen die Sorgenfalten auf die Stirn. Im Kampf gegen den Bewuchs wird nun im Schiersteiner Hafen in Wiesbaden ein Mähboot eingesetzt.

Probleme mit diesen Wasserpflanzen träten zwar immer wieder auf, sagt Stefan Hausmann, Vorstandsmitglied beim Wassersport-Verein Schierstein. Aber noch nie sei der Bewuchs so hoch gewesen und habe so weit in das Hafenbecken hineingeragt. Das wirke sich auf den Trainingsbetrieb aus, Veranstaltungen seien abgesagt worden, darunter Regatten mit Kanus, Drachenbooten und Segelbooten sowie ein Bootskorso. 

Auch wenn im Schiersteiner Hafen nun zunächst einmal Abhilfe geschaffen wird, es ist allenfalls eine vorübergehende Lösung. Denn die Wasserpest sei «sehr dominant», sagt Katharina Albert aus der Abteilung Naturschutz des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie. Sie überwuchere andere Pflanzen und verbreite sich vegetativ, also beispielsweise auch über Vögel, wenn die Pflanzenteile irgendwo fallenlassen. «Man kriegt sie einfach schwer wieder raus», sagt Albert.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.