Landtagswahl

Hagel verspricht: Schluss mit Pingpong der Zuständigkeiten

Wenn etwas schiefläuft im Land, dann heißt es gerne mal: Dafür sind wir nicht zuständig. Daran können wir nichts ändern. CDU-Chef Hagel sagt zu, Verantwortung nicht abschieben zu wollen.

Hagel will viel anders machen, sollte er zum Regierungschef gewählt werden. Foto: Bernd Weißbrod/dpa
Hagel will viel anders machen, sollte er zum Regierungschef gewählt werden.

Heidelberg (dpa/lsw) - CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel hat versprochen, sich als Ministerpräsident nicht hinter Zuständigkeiten und Schuldzuweisungen verstecken zu wollen. «Ich will nicht mehr hören, das Land Baden-Württemberg sei da nicht zuständig», sagte Hagel beim Parteitag der Südwest-CDU in Heidelberg. «Ich will nicht mehr hören, Landespolitik könne da nichts ändern.» Hagel sicherte zu, eine von der CDU geführte Landesregierung werde sich «für alles zuständig fühlen, was in diesem Land passiert».

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Hagel kritisierte in seiner Bewerbungsrede für die Wiederwahl zum Landesvorsitzenden die Praxis des ewigen «Blaming» und Hin-und-Her. Immer werde gesagt, der Bund sei schuld oder Europa sei schuld. Am Ende würden die Probleme dann auf Gerichte geschoben. «Und die schieben es wieder auf uns.» Und die Menschen mit ihren Sorgen schauten sich das alles an wie ein «großer Autounfall».

Die baden-württembergische CDU schwört sich auf dem Parteitag ein auf die heiße Phase des Wahlkampfs. Beim zweitägigen Parteitreffen in Heidelberg will der Landesverband den Vorstand neu wählen und das Wahlprogramm für die Landtagswahl verabschieden.