Demonstrationen

Handel und Gastgewerbe hoffen auf friedlichen Protest

Geschäfte, Restaurants und Hotels in Frankfurt wollen ihre Gäste trotz der für Samstag angekündigten Proteste empfangen. Sie setzen darauf, dass die Versammlungen friedlich bleiben.

Handel und Gastgewerbe hoffen trotz der Proteste auf Kunden und Gäste am Samstag. (Symbolbild) Foto: Arne Dedert/dpa
Handel und Gastgewerbe hoffen trotz der Proteste auf Kunden und Gäste am Samstag. (Symbolbild)

Frankfurt/Wiesbaden (dpa/lhe) - Handel und Gastgewerbe in Hessen haben die Teilnehmer der für diesen Samstag in Frankfurt erwarteten Proteste der Initiative «Gen Z regelt» dazu aufgerufen, zu einem friedlichen Verlauf beizutragen. «Eine starke Innenstadt braucht demokratische Freiheit ebenso wie Sicherheit, wirtschaftliche Vielfalt und gegenseitigen Respekt», hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung des Handelsverbandes Hessen und des Branchenverbandes Dehoga Hessen.

Das Recht auf friedliche Versammlung sei ein wesentlicher Bestandteil der Demokratie. Ebenso selbstverständlich müsse sein, dass Geschäfte, Restaurants, Cafés und Hotels ihre Gäste empfangen könnten und Beschäftigte ihren Arbeitsplatz sicher erreichen, erklärten die beiden Verbände.

Vor der Anreise über Verkehrslage informieren

Zu den intensiven Vorbereitungen der Frankfurter Polizei auf die angekündigten Versammlungen gehöre, dass mit einer verstärkten Polizeipräsenz der «Schutz von Menschen, Betrieben und öffentlichem Eigentum» gewährleistet werden solle. «Allerdings ist mit spürbaren Verkehrsbeeinträchtigungen in der Innenstadt zu rechnen.» Man empfehle deshalb, sich vor der Anreise über die aktuelle Verkehrslage und mögliche Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr zu informieren.

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Austausch mit Innenministerium und LKA

Die Verbände begrüßten auch die umfangreichen Vorbereitungen der Stadt Frankfurt und der Polizei und stehen nach eigenen Angaben im direkten Austausch mit Innenministerium, dem Hessischen Landeskriminalamt sowie dem Frankfurter Ordnungsamt. «Unser gemeinsames Ziel ist ein friedlicher Samstag, an dem die Menschen Frankfurt wie gewohnt zum Einkaufen und Verweilen besuchen können», erklärte Handelsverband-Präsident Jochen Ruths.

Ähnlich äußerte sich der Präsident des Dehoga Hessen, Robert Mangold. Die Betriebe seien Gastgeber, Arbeitgeber und Orte der Begegnung. Es sei «wichtig, dass unsere Betriebe auch an diesem Samstag gut erreichbar bleiben und ihre Gäste unbeschwert empfangen können.»

In Frankfurt und zahlreichen anderen Städten hat «Gen Z regelt» für diesen Samstag zu Protest für Bildung und soziale Gerechtigkeit aufgerufen. Für die Frankfurter Versammlung haben sich online mehr als 10.000 Menschen angemeldet, wie auf der Internetseite der Initiative zu sehen ist. Trotz der Betonung von Gewaltfreiheit wird die Sorge vor Unterwanderung etwa durch linksextremistische Gewalttäter bei der Kundgebung in Hessens größter Stadt geäußert.