Hellmann findet WM-Aufstockung gut: «Sehr bereichernd»
Kritik an der XXL-WM? Eintracht Frankfurts Vorstandssprecher Axel Hellmann hält dagegen und spricht von Teilhabe sowie Stolz für kleine Länder - und nimmt die FIFA in Schutz.
Frankfurt/Main (dpa) - Eintracht Frankfurts Vorstandssprecher Axel Hellmann hat die Aufstockung bei der Fußball-Weltmeisterschaft von 32 auf 48 Teams gegen Kritik verteidigt. «Wir neigen in Deutschland gerne dazu, an unserem eurozentrischen Fußballbild der Vergangenheit festzuhalten. Mittlerweile wird aber überall auf der Welt guter Fußball gespielt. Die Spiele sind bis auf ganz wenige Ausnahmen alle sehr ausgeglichen», sagte Hellmann in einem von mehreren Medien veröffentlichten Interview.
Hellmann findet die vielen Teams bei der WM in den USA, in Kanada und Mexiko «sehr bereichernd». «Auch andere kleinere Nationen haben den Zugang zu diesem internationalen Topturnier verdient. Da geht es auch um Teilhabe am Weltfußball», erklärte der 54-Jährige.
Hellmann nimmt FIFA in Schutz
Man dürfe dem Weltverband FIFA nicht immer nur unterstellen, dass es ihm um Profitmaximierung gehe. «Natürlich spielt die wirtschaftliche Seite eine große Rolle, aber es geht eben auch um den Effekt, einer breiteren Zahl von sogenannten kleineren Fußballländern den Stolz des Dabeiseins zu geben.»
Um die Aufstockung, die ein Projekt von FIFA-Boss Gianni Infantino war, auf erstmals 48 Teams hatte es vor der WM immer wieder Diskussionen gegeben. Es sei eine Überdosis und die spielerische Qualität leide, monierten Kritiker. Allerdings konnten kleinere Fußballnationen wie Kap Verde bei dem Turnier für Furore sorgen. Für die WM 2030 steht sogar eine Erweiterung auf 64 Mannschaften im Raum.