Hessen freut sich über Nobelpreisträger mit Frankfurt-Bezug
Der Nobelpreis für Medizin geht dieses Jahr an einen Wissenschaftler, der einen Teil seiner Laufbahn in Hessen absolvierte: Georg Nagel forschte früher in Frankfurt.
Wiesbaden (dpa/lhe) - Hessens Landesregierung freut sich darüber, dass zwei deutsche Forscher den Medizin-Nobelpreis erhalten - und einer der beiden enge Bezüge zum Bundesland hat. Professor Georg Nagel sei eng mit dem Forschungsstandort Frankfurt verbunden und habe dort wichtige Grundlagen für die gemeinsame preisgekrönte Forschung gelegt, teilte Wissenschaftsminister Timon Gremmels (SPD) mit.
Demnach promovierte Nagel an der Goethe-Universität Frankfurt und war Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Biophysik in Frankfurt. Der 73-Jährige arbeitete zuletzt am Institut für Physiologie der Uni Würzburg. Er wird gemeinsam mit Peter Hegemann (71) von der Humboldt-Universität Berlin sowie mit dem US-Forscher Karl Deisseroth (54) für Entdeckungen auf dem Feld der Optogenetik ausgezeichnet, wie das Karolinska-Institut in Stockholm mitteilte.
Die Optogenetik ist eine Methode, mit der sich Zellen - meist Neuronen - mit Hilfe von Licht präzise an- und abschalten lassen. Damit lasse sich zeigen, wie Nervenzellen im lebenden Gehirn Erinnerungen, Gefühle und Verhaltensweisen prägen, hieß es zur Begründung. Die feierliche Übergabe aller Auszeichnungen findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel (1833-1896).