Rettungswesen

Hessen führt Kindernotfall-Schulungen für Rettungsdienst ein

Alle Rettungsdienst-Mitarbeiter in Hessen müssen künftig regelmäßig Notfälle mit Kindern üben. Das geht auf eine Petition zurück. Mediziner begrüßen diese Verpflichtung.

Kindernotfälle werden unter anderem an Babypuppen trainiert. Foto: Lando Hass/dpa
Kindernotfälle werden unter anderem an Babypuppen trainiert.

Frankfurt/Wiesbaden/Zwingenberg (dpa/lhe) - Alle Mitarbeiter im hessischen Rettungsdienst müssen ab 2025 mindestens zwei Stunden pro Jahr Notfälle mit Kindern üben. Dass Schulungen nun vorgeschrieben sind, geht auf eine private Initiative aus Südhessen zurück. Der Verein «HeldenStärker» ist entstanden, nachdem das Kind eines Gründungsmitglieds an den Folgen eines Fieberkrampfs starb. Eine entsprechende Petition hatte Erfolg. 

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Mediziner und Betroffene begrüßen diese Verpflichtung. «Der Stressfaktor ist deutlicher größer, wenn das Stichwort Kindernotfall fällt», sagte der Frankfurter Notarzt Felix Maximilian Fausel der Deutschen Presse-Agentur. «Ursache für die Unsicherheit ist fehlende Routine und mangelndes, regelmäßiges Training.» Denn Notfälle mit Kindern sind - zum Glück - selten. 

«Mit der neuen Regelung wollen wir sicherstellen, dass sich wirklich alle Einsatzkräfte im Rettungsdienst jedes Jahr mit diesem wichtigen Thema befassen müssen», sagte Gesundheitsministerin Diana Stolz (CDU) bei der Vorstellung des entsprechenden Erlasses Anfang des Jahres