Notfall-Management

Hessen übt mit anderen Ländern Krisenfall bei extremer Hitze

Gefahr für die Gesundheit: Wegen sommerlicher Hitze infolge des Klimawandels üben Behörden und Hilfsorganisationen, wie solche Notlagen zu bewältigen sind. Worum geht es in den nächsten Tagen?

Extreme Hitze kann auch die landwirtschaftliche Viehhaltung beeinträchtigen. (Symbolbild) Foto: Boris Roessler/dpa
Extreme Hitze kann auch die landwirtschaftliche Viehhaltung beeinträchtigen. (Symbolbild)

Wiesbaden (dpa/lhe) - Was tun bei 40 Grad im Sommer? Hessen beteiligt sich vom heutigen Mittwoch an noch bis Freitag an einer länderübergreifenden Übung, in der es um die Bewältigung einer extremen Hitzewelle nach einer langjährigen Trockenperiode in Europa geht. 

Landesinnenminister Roman Poseck (CDU) betonte: «Krisen kündigen sich nicht an. Deshalb müssen wir vorbereitet sein, bevor sie eintreten.» Der vergangene Sommer mit tagelanger Hitze von vielerorts 40 Grad habe gezeigt, dass das Szenario der Krisenmanagementübung keine ferne Fiktion sei.

 Minister: Hitze trifft alle Lebensbereiche

«Eine langanhaltende Dürre mit extremer Hitze trifft alle Lebensbereiche, von der Gesundheit über den Verkehr bis zur Versorgung mit Wasser», ergänzte Poseck. Gerade dann komme es darauf an, dass Hessens Ministerien, weitere Behörden, die Verantwortlichen für die kritische Infrastruktur, Hilfsorganisationen und der Bund eng und verlässlich zusammenarbeiteten. «Genau das trainieren wir in dieser Übung.» Zu kritischen Infrastruktur zählen etwa Energie- und Wasserversorgung, Gesundheitswesen und Internetknoten. 

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Mit der Übung LÜKEX wird laut hessischem Innenministerium seit 2004 regelmäßig das Krisenmanagement in Deutschland geübt, koordiniert vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn. An der diesjährigen Großübung beteiligen sich zehn Länder und mehr als 20 Bundesbehörden. Fast 100 Organisationen üben aktiv, knapp 80 weitere sind begleitend eingebunden.