Gesundheit

Kampf gegen Hitzetod: Informationen für Kliniken vor Sommer

Der nächste Hochsommer ist nicht mehr fern. Der Klimawandel wirkt sich auch auf Hessens Krankenhäuser aus. Bei Hitze könnten mehr Patienten kommen. Wie reagiert das Land?

Hitzeperioden können zu mehr Andrang in Notaufnahmen von Kliniken führen. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Hitzeperioden können zu mehr Andrang in Notaufnahmen von Kliniken führen. (Symbolbild)

Wiesbaden (dpa/lhe) - Hitzeperioden infolge des Klimawandels können tödlich sein und sind auch für Hessens Kliniken eine Herausforderung - noch vor dem Sommer sollen sie neue Hinweise zum Hitzeschutz erhalten. Der Hessische Aktionsplan mit Empfehlungen auch zu diesem Thema werde aktualisiert, teilte das Gesundheitsministerium in Wiesbaden der Deutschen Presse-Agentur mit. Gemeinsam mit der Hessischen Krankenhausgesellschaft (HKG) und anderen Organisationen schicke es ein Schreiben hierzu an Kliniken beziehungsweise deren Mitarbeiter.

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Der geschäftsführende Direktor der HKG, Steffen Gramminger, hatte kürzlich erklärt: «Hitzewellen, Unwetter und Luftqualität wirken sich direkt auf die Gesundheit der Bevölkerung und damit auf die Versorgungslage in den Kliniken aus.» In den Krankenhäusern gebe es eine steigende Zahl «hitzebedingter Aufnahmen» vor allem älterer und chronisch kranker Menschen. 

Werden im Sommer in Hessen wieder Temperaturen um die 40 Grad erreicht? Auch Kliniken bereiten sich auf Hitze vor. (Symbolbild) Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Werden im Sommer in Hessen wieder Temperaturen um die 40 Grad erreicht? Auch Kliniken bereiten sich auf Hitze vor. (Symbolbild)

Hitze kann tödlich sein

Der Mediziner ergänzte: «Laut Robert Koch-Institut (RKI) wurden im Sommer 2023 bundesweit rund 3.200 hitzebedingte Sterbefälle registriert – rund 85 Prozent davon betrafen Menschen ab 75 Jahren.» Es brauche Investitionen in baulichen und organisatorischen Hitzeschutz.

Auch das Gesundheitsministerium dringt nach eigenen Angaben bei Kliniken auf Vorkehrungen, «dass die Innenraumtemperaturen in einem für die Gesundheit unschädlichen Rahmen bleiben». Das sei nötig für ohnehin geschwächte Patientinnen und Patienten, aber auch für die Beschäftigten, «deren Arbeit durch Hitze eine größere physische und psychische Belastung werden kann».