Abkühlung bei Hitze

Hessens Badeseen: Hier gibt es Warnungen vor dem Planschen

Bei der Hitze locken Hessens Badeseen zur Abkühlung. Die meisten Gewässer sind unbedenklich nutzbar. Doch nicht überall ist der Sprung ins kühle Wasser ungetrübt.

Für einige Seen in Hessen gelten Warnhinweise. (Symbolbild) Foto: Andreas Arnold/dpa
Für einige Seen in Hessen gelten Warnhinweise. (Symbolbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die nächste Hitzewelle in diesem Sommer rollt über Hessen und damit zieht es viele Menschen an die Badeseen. Die erhoffte Abkühlung ist vielerorts möglich: Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Wiesbaden stuft 44 der 61 bei der EU gemeldeten Badeseen in Hessen als uneingeschränkt nutzbar ein. Fast alle geprüften Gewässer hätten eine ausgezeichnete Qualität, die übrigen eine gute Qualität, sagte Gewässer-Experte Winfried Staudt vom HLNUG.

Bei Blaualgen wird vom Baden abgeraten

Für einige Seen gelten jedoch Hinweise. Wegen eines erhöhten Vorkommens von Cyanobakterien, besser bekannt als Blaualgen, raten Gesundheitsämter an mehreren Stellen vom Baden ab oder empfehlen besondere Vorsicht, wie das HLNUG auf seiner Internetseite informiert. 

Im Schultheis-Weiher im Landkreis Offenbach wurde bereits Ende Juni aufgrund vermehrten Aufkommens an Blaualgen ein Badeverbot verhängt. Blaualgen können Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Auch Haut- und Augenreizungen sind möglich, wenn Menschen mit dem Wasser in Kontakt kommen.

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Für weitere Gewässer wird wegen der Blaualgen aus Gesundheits- und Sicherheitsgründen vom Baden abgeraten. Betroffen sind unter anderem der Marbach-Stausee im Odenwaldkreis, der Große Woog und das Arheilger Mühlchen in Darmstadt, der Wißmarer See bei Gießen, der Fuldasee in Bebra-Breitenbach, das Licher Waldschwimmbad sowie der Grüne See in Nordhessen.

«Baden auf eigene Gefahr»

Weitere Einschränkungen gibt es wegen schlechter Sicht unter Wasser. Am Strandbad Nieder-Roden in Rodgau, am Guckaisee in der Rhön, der Grube Prinz von Hessen bei Darmstadt sowie am Südufer des Werratalsees bei Eschwege warnen die Gesundheitsämter laut HLNUG vor einer erhöhten Unfallgefahr und erschwerten Rettungsmaßnahmen. Dort gilt daher: «Baden auf eigene Gefahr».

Nach den Worten von Staudt ist die schlechte Sicht die deutlich größere Gefahr in Badeseen. Eine goldene Regel lautet: Wer bis zur Hüfte im Wasser steht und seine Füße nicht mehr sehen kann, sollte nicht baden gehen. Bei einem Notfall werde das Opfer nicht gut gesehen und könne deshalb nur schwer gerettet werden, warnt Staudt.