Hessens Schützenvereine haben keine Nachwuchssorgen
Der Dachverband wird in diesem Jahr 75 Jahre alt. An Nachwuchs fehlt es den rund 1.000 Vereinen im Land nicht.
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die Schützenvereine in Hessen haben keine Nachwuchssorgen. Der Hessische Schützenverband spricht von wachsenden Mitgliederzahlen. Besonders groß sei das Interesse bei jungen Menschen, sagte Verbandssprecher Lutz Berger der Deutschen Presse-Agentur.
Der Dachverband wird im Oktober 75 Jahre alt. In ihm sind rund 1.000 Vereine mit rund 95.000 Mitgliedern organisiert. Gefeiert wird vom 10. bis 12. April beim großen Schützentag in Usingen - mit Festumzug und Schützenball.
«Seit Corona beobachten wir einen Mitgliederzuwachs», sagte Berger. «Vor der Pandemie waren die Zahlen eher rückläufig.» Besonders stark gelte das für die Vereine seit einigen Jahren beim Nachwuchs. Hier sei der Trend ausgeprägter als bei Erwachsenen.
Lichtgewehr und Blasrohr für die Kleinsten
Ein Grund könnte sein, dass es neue Wettbewerbe gebe, die für Kinder und Familien besonders attraktiv seien, sagte Berger. Als Beispiele nennt er Lichtschießen oder Blasrohrschießen. Mit einem Lichtgewehr oder einer Lichtpistole auf elektronische Ziele zu schießen, ist ab sechs Jahren erlaubt. Für Blasrohre gibt es gar keine Altersbeschränkung.
Größte Veränderung in den vergangenen 75 Jahren war laut Berger die Einführung elektronischer Zielscheiben. Die Digitalisierung habe sich im Breiten- wie im Leistungssport durchgesetzt. Vorteil sei, dass das Ergebnis damit schneller und genauer ausgewertet werden könne.