Hessische Polizei startet Kampagne gegen Wohnungseinbrüche
Volle Briefkästen, geschlossene Rollläden: Daran können Einbrecher erahnen, dass Menschen im Urlaub sind. Die Polizei setzt in der Sommerferienzeit deshalb auf Kontrollen und Beratung.
Wiesbaden (dpa/lhe) - Mit verstärkten Kontrollen im öffentlichen Raum und kostenlosen Beratungsangeboten für Bürger hat die hessische Polizei eine Kampagne gegen Wohnungseinbrüche gestartet. Mit den Maßnahmen geht die Polizei in der Ferienzeit der Sommermonate gezielt gegen Wohnungseinbrecher vor. Das teilte das Hessische Innenministerium am Dienstag mit. Unter anderem geben Berater bei Veranstaltungen in verschiedenen Kommunen Tipps zum Einbruchsschutz.
«Insbesondere in den eigenen vier Wänden sollen sich die Menschen so sicher wie möglich fühlen können», sagte Innenminister Roman Poseck laut Mitteilung. Die Polizei nutze auch eine Prognosesoftware, um Einbruchsserien frühzeitig zu erkennen.
Nach der Pandemie hatten sich für Wohnungseinbrecher wieder mehr Gelegenheiten aufgetan, so das Innenministerium. So war 2023 die Zahl der registrierten Delikte im Vergleich zum Vorjahr um beinahe 1000 Fälle gestiegen. Bei fast der Hälfte der rund 5200 Fälle blieb es aber beim Versuch.
Die Zahl der erfassten Wohnungseinbruchdiebstähle lag zudem weiterhin unter dem Vor-Corona-Niveau (6768 registrierte Fälle), sie war 2023 nur etwa halb so hoch wie zehn Jahre zuvor (2013: 10 795 registrierte Fälle).