Hessische Wasserversorger melden stabile Versorgung
Der Wasserverbrauch in den Kommunen Hessens schießt bei andauernden Temperaturen von über 30 Grad in die Höhe. Wie steht es um die Versorgung mit Trinkwasser?
Frankfurt am Main/Gießen/Fulda/Groß-Gerau (dpa/lhe) - Trotz der andauernden Hitzeperiode in Hessen ist nach offiziellen Angaben die Trinkwasserversorgung derzeit gesichert. Das berichteten mehrere hessische Wasserversorger auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Unternehmen beobachten übereinstimmend aufgrund der hohen Temperaturen einen deutlich erhöhten Wasserverbrauch.
Die Mainova AG, nach eigenen Angaben zuständig für mehr als 750.000 Einwohner in Frankfurt am Main und der Rhein-Main-Region, meldet für die Stadt Frankfurt eine stabile Versorgungslage. Grundsätzlich sei die Trinkwasserversorgung dort auch in heißen und trockenen Zeiten gesichert, teilte ein Sprecher des Unternehmens in Frankfurt mit. «Es gab bisher keine Situation, in der zu wenig Wasser vorhanden war.»
«Rekordmengen an Trinkwasser» verbraucht
Thomas Brunner, Geschäftsführer des Zweckverbands Mittelhessische Wasserwerke in Gießen, verweist auf den Puffer der Nachtstunden, der die Situation derzeit stabil halte. Wenn in der Nacht deutlich weniger Trinkwasser verbraucht wird, lassen sich laut Brunner so die Wasserspeicher wieder ausgleichen. Der Verbrauch tagsüber soll bei den anhaltenden Temperaturen ab 30 Grad «auf einem sehr hohen Niveau» bleiben. Das Unternehmen versorgt den Angaben zufolge 158 Stadt- und Ortsteile in Mittelhessen.
Seit Beginn der heißen Witterungsphase Ende vergangener Woche liefere man «Rekordmengen an Trinkwasser an Haushalte und Unternehmen», so ein Sprecher der RhönEnergie im osthessischen Fulda. 88.000 Menschen würden in der Region Fulda durch die Unternehmensgruppe mit Wasser versorgt. Bereits heute werden demnach Maßnahmen ergriffen, um unnötige Verbräuche zu reduzieren. Man rate beispielsweise davon ab, den Rasen zu sprengen oder private Pools zu nutzen.
Grundwasserstände dank Niederschlägen im Winter stabil
Als grundsätzlich gut aufgestellt sieht sich auch Hessenwasser. Dem Unternehmen aus Groß-Gerau zufolge wird durch sie für rund 2,4 Millionen Menschen im Rhein-Main-Gebiet das Trinkwasser bereitgestellt. «Die Niederschläge aus dem Winterhalbjahr haben dazu beigetragen, die Grundwasserstände zu stabilisieren.» Der Trinkwasserbedarf sei zwar mit einem bisherigen Spitzenwert von 396.000 Kubikmetern Wasser erhöht, aber der bisherige Spitzenwert aus dem Jahr 2019 mit 426.312 Kubikmetern bislang nicht erreicht.