Wetter

Hessischer Sommer war überdurchschnittlich warm und nass

Wassertropfen sind an einer Autoscheibe nach einem Regenschauer zu sehen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild
Wassertropfen sind an einer Autoscheibe nach einem Regenschauer zu sehen.

Wiesbaden (dpa/lhe) - Der Sommer in Hessen war insgesamt überdurchschnittlich warm und nass. Wie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) zur Bilanz des hydrologischen Sommerhalbjahrs am Montag in Wiesbaden mitteilte, hat sich die Grundwassersituation hessenweit derzeit deutlich entspannt. Im Vergleich zum Vorjahr lagen die Grundwasserstände demnach im Oktober an knapp 80 Prozent der Messstellen auf einem höheren Niveau. Das sogenannte hydrologische Sommerhalbjahr dauert von Mai bis Oktober.

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Zu Beginn des hydrologischen Winterhalbjahres sei die Trendwende im Grundwasserhaushalt bereits erkennbar, teilte das HLNUG mit. Die sei eine gute Ausgangssituation für die Grundwasserneubildung in den nächsten Monaten. «Das setzt allerdings voraus, dass im Winterhalbjahr ausreichend Niederschlag fällt.» Bei der Neubildung des Grundwassers spielt der Winter eine wichtigere Rolle als der Sommer, wenn viel Wasser verdunstet oder von der Vegetation verbraucht wird.

Wegen der trockenen Vorjahre 2018 bis 2020 und 2022 gibt es nach wie vor ein Defizit im Grundwasser in Hessen, wie die Experten erläuterten. Um dieses auszugleichen, reichten die Niederschläge einiger Wochen oder Monate nicht aus.

Von Mai bis Oktober 2023 fielen hessenweit insgesamt knapp 435 Millimeter Niederschlag. Dieser Wert liegt um rund 26 Millimeter höher als das langjährige Mittel der international verwendeten Referenzperiode (1961 bis 1990). Ein Millimeter Niederschlag bedeutet ein Liter Niederschlag pro Quadratmeter.

Die mittlere Temperatur betrug von Mai bis Oktober 16,3 Grad. Verglichen mit der Referenzperiode war es 2,5 Grad zu warm, wie das HLNUG erläuterte. Der Oktober sei mit 11,6 Grad in Hessen der viertwärmste seit Aufzeichnungsbeginn gewesen.