Nach Ahrflut

Polizeiflieger setzen mehr auf Rettung mit Seilwinden

Wiesbaden (dpa/lhe) - Nach der Flut im rheinland-pfälzischen Ahrtal mit mindestens 135 Toten im Juli 2021 setzt die hessische Polizeifliegerstaffel verstärkt auf Rettungen mit Seilwinden. «Die Windenrettung ist eines der komplexesten Verfahren, das man fliegen kann», berichtete Stefan Timmermanns, Fluglehrer in der hessischen Polizeifliegerstaffel, am Freitag am Rande einer Übung im Bereich des Feldbergs im Taunus. Das Zusammenspiel zwischen Luftrettern, Winden-Operator und Piloten müsse im Ernstfall reibungslos funktionieren, um jemanden in Sicherheit zu bringen. Demnach trainieren sie dies regelmäßig gemeinsam mit der Bergwacht und der Feuerwehr.

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Bereits vor der Ahr-Flutkatastrophe sei die hessische Staffel gut vorbereitet gewesen, sagte Timmermanns. Allerdings hätten ihr damals nur zwei Rettungswinden zur Verfügung gestanden. Nun sei eine dritte Winde angeschafft worden.

2020 gab es für die Polizei in Hessen sechs Höhenrettungseinsätze, in den Jahren 2021 und 2022 jeweils acht, wie das hessische Innenministerium der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Darüber hinaus seien die hessischen Hubschrauber 2021 bei der Flutkatastrophe im Ahrtal eingesetzt worden und hätten dort mehr als 200 Menschen meist mit Winden gerettet.