Gerichtsurteil

Hoeneß nennt Titel-Entscheidung im Afrika Cup «unwürdig»

Finalsieger Marokko statt Senegal: Das Gerichtsurteil zum Afrika Cup betrifft auch einen Spieler des VfB Stuttgart. Sein Vereinstrainer Sebastian Hoeneß kritisiert das Vorgehen.

Sebastian Hoeneß und Bilal El Khannouss vom VfB Stuttgart (Archivfoto) Foto: Tom Weller/dpa
Sebastian Hoeneß und Bilal El Khannouss vom VfB Stuttgart (Archivfoto)

Porto (dpa) - Trainer Sebastian Hoeneß vom VfB Stuttgart bezeichnet die Entscheidung, Senegal den Titel beim Afrika Cup nachträglich abzuerkennen, als «schade» und «unwürdig». Obwohl das Berufungsgericht des afrikanischen Fußballverbands Caf mit dem Urteil zugunsten des marokkanischen Teams auch Stuttgarts Offensivspieler Bilal El Khannouss den Sieg zusprach, meinte Hoeneß: «Egal, wie es jetzt weitergeht, so richtig viele Gewinner gehen aus der ganzen Nummer nicht hervor.»

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Im Urteil hieß es, das senegalesische Team habe durch das vorübergehende Verlassen des Platzes gegen Ende der regulären Spielzeit das Endspiel des Afrika Cups aufgegeben - und müsse trotz des 1:0-Erfolgs nach Verlängerung als Verlierer gewertet werden. Einem Einspruch der Nordafrikaner wurde stattgegeben. Das Gericht wertete die nach fragwürdigen Schiedsrichter-Entscheidungen chaotisch verlaufene Partie mit 3:0 für die Gastgeber.

«Das war etwas, was ich in der Form noch nie gesehen habe»

«Ich habe das Spiel damals live angeschaut», sagte Hoeneß. «Das war etwas, was ich in der Form noch nie gesehen habe. Die Wendung passt jetzt ein Stück weit dazu.» Man müsse abwarten, sagte der Coach. «Klar ist ja auch, dass da jetzt wahrscheinlich noch nicht das letzte Wort gesprochen wurde.»

Der senegalesische Fußball-Verband kündigte bereits an, vor den Internationalen Sportgerichtshof Cas zu ziehen.