Hoffenheim muss zu Hause gegen Besiktas-Fans anspielen
Nach zuletzt drei Pflichtspielniederlagen hintereinander empfängt die TSG Hoffenheim Besiktas Istanbul zu einem schwierigen Heimspiel. Was den Bundesliga-Vorletzten erwartet.
Sinsheim (dpa) - Inmitten ihrer Startkrise in der Fußball-Bundesliga ist die TSG 1899 Hoffenheim international mächtig gefordert. Die Kraichgauer müssen im zweiten Europa-League-Spiel gegen Besiktas Istanbul am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL und Sky) mit einer Art Auswärtsspiel im ausverkauften Sinsheimer Stadion rechnen: Die Fans des türkischen Spitzenteams werden wohl in der Überzahl sein.
Kabak: «Große Fanbase in Deutschland»
«Ich kenne die Türkei sehr, sehr gut. Wir wissen schon, was für ein heißes Spiel das wird wegen der großen Fanbase in Deutschland», sagte der türkische Nationalspieler Ozan Kabak in Reihen der Hoffenheimer Abwehr. «Das wird schon ein besonderes Spiel für mich. Das wird ein hartes Spiel, aber wir sind bereit.»
Trainer Christian Ilzer will nach eigenen Worten «die Last der Niederlagen der letzten Wochen hinter uns lassen», muss aber kurzfristig auf Albian Hajdari verzichten. Der Innenverteidiger hat sich im Training erneut eine Fußballverletzung zugezogen.
Wiedersehen mit Alexander Nübel
Besiktas kommt als Tabellenzweiter der türkischen Süper Lig mit dem deutschen Nationaltorwart Alexander Nübel (zuletzt VfB Stuttgart), dem Ex-Dortmunder Salih Özkan, aber ohne den erkrankten serbischen Stürmerstar Dusan Vlahovic. Die Istanbuler waren mit einem 4:1 gegen Olympique Marseille in den Wettbewerb gestartet.
Hoffenheim hatte seine Auftaktpartie überraschend bei OFI Kreta (0:2) verloren. Bereits kommende Woche (22. Oktober) steht der nächste Auftritt gegen Olympique Lyon an, dazwischen das Kellerduell bei Borussia Mönchengladbach. «Ich habe keine Sorge, dass wir keine gute Reaktion zeigen. Ich weiß, dass bald gute Ergebnisse kommen», versicherte Kabak.
Torwart Baumann selbstkritisch
Die 2:3-Niederlage gegen den Hamburger SV hat die schwierige Lage der Hoffenheimer weiter verschärft. «Wir haben nicht den Saisonstart hingelegt, den wir wollten, den wir uns vorgestellt haben», sagte Torwart und Kapitän Oliver Baumann im RTL-Interview. «Wir haben zu wenig Punkte für die eigentliche Leistung. Und trotzdem muss man sagen: Die Leistung hat am Ende nicht zu 100 Prozent gereicht für viel mehr Punkte. Das ärgert mich schon extrem, das ärgert uns alle.»