Bauen

Hubertz: Wohnungsbau durch niedrigere Baukosten ankurbeln

Die Bundesbauministerin will den Wohnungsbau mit effizienteren Prozessen und weniger Extras günstiger machen – ohne Abstriche bei der Qualität.

Die Baukosten sind nach Ansicht von Ministerin Hubertz (SPD) zu hoch. (Archivbild) Foto: Kay Nietfeld/dpa
Die Baukosten sind nach Ansicht von Ministerin Hubertz (SPD) zu hoch. (Archivbild)

Kassel (dpa) - Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) will den Wohnungsbau durch eine Senkung der Baukosten ankurbeln. Dies sei auch ohne eine Senkung der Qualität möglich, sagte sie laut Mitteilung beim Gewerkschaftstag der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in Kassel. Bauen sei zu teuer geworden, aber es sei möglich, dem entgegenzuwirken.

Die Ministerin verwies auf ein Modellprojekt in Hamburg, bei dem sich alle Beteiligten aus Wirtschaft, Politik und den verschiedenen Baugewerken zusammengesetzt und geprüft hätten, wo jeder einzelne für seinen Bereich Kosten sparen könne. Dabei gehe es um «weniger Schnickschnack und Fokus auf effiziente Prozesse». Es gebe dann keine Tiefgarage mehr, Wände seien etwas weniger breit und der Balkon werde nicht mehr angemauert, sondern an das Gebäude gestellt. «Wir haben Hebel. Wir können handeln», betonte Hubertz. Die Gesamtqualität müsse aber stimmen. 

Die Ministerin hob vor den Gewerkschaftern die Bedeutung der Bauwirtschaft für Deutschland hervor. Mit 2,6 Millionen Beschäftigten arbeiteten in diesem Bereich dreimal so viele Menschen wie in der Automobilbranche. Jeder zweite Euro, der in Deutschland investiert werde, fließe in den Bau. Darüber werde viel zu wenig gesprochen.

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