Handball

Hüttenberg behält endgültig Punkte gegen Essen

Für einen Spieler des Zweitligisten lag keine unterschriebene Anti-Doping-Schiedsvereinbarungen vor. Das DHB-Bundesgericht weist die Revision des Ligaverbands gegen das erste Urteil ab.

Der TV Hüttenberg behält die Punkte. (Symbolbild) Foto: Sina Schuldt/dpa
Der TV Hüttenberg behält die Punkte. (Symbolbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Handball-Zweitligist TV Hüttenberg hat endgültig die Punkte aus dem 37:34-Heimsieg im Liga-Duell gegen TuSEM Essen zugesprochen bekommen. Das teilten die Mittelhessen mit. Das Bundesgericht des Deutschen Handball-Bundes hatte die Revision des Liga-Verbandes (HBL) gegen das Urteil des DHB-Bundessportgerichts zurückgewiesen.

Die HBL hatte den Sieg wegen einer fehlenden Anti-Doping-Schiedsvereinbarung nicht anerkannt und dem TVH die Punkte abgezogen. Dagegen hatte Hüttenberg Einspruch eingelegt. Das Bundessportgericht hob den entsprechenden Bescheid der HBL wieder auf, die daraufhin ihrerseits in Revision gegangen war. 

Gericht folgt Hüttenbergs Argumenten 

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Die Richter hätten nun klargestellt, dass es im maßgeblichen Regelwerk an einer hinreichend bestimmten Grundlage für eine derart gravierende Sanktion fehle und es auch nicht eindeutig geregelt gewesen sei, dass die unterschriebene Vereinbarung zwingend vor dem Spieleinsatz der HBL hätte zugehen müssen, hieß es in der Vereinsmitteilung. Das Bundesgericht folgte damit der Argumentation des TV Hüttenberg, wonach unklare oder auslegungsbedürftige Regelungen nicht zulasten der Vereine gehen dürfen. 

Diese Anti-Doping-Schiedsvereinbarung ist seit dem 1. Januar zwingende Voraussetzung für die Teilnahmeberechtigung am Spielbetrieb. Beim TVH gab es eine unterschriebene Vereinbarung, die aber nicht bei der HBL eingereicht worden war.