Folge des Iran-Kriegs

Inflation in Hessen erreicht höchsten Stand seit Ende 2023

Der Iran-Krieg hat das Tanken und Heizen kräftig verteuert. Das treibt die Teuerungsrate in Hessen auf einen Rekord seit fast drei Jahren. In einem anderen Bereich steigen die Preise dagegen kaum.

An den Tankstellen sind die Spritpreise gestiegen, das treibt die Inflation nach oben. (Archivbild) Foto: Marcus Brandt/dpa
An den Tankstellen sind die Spritpreise gestiegen, das treibt die Inflation nach oben. (Archivbild)

Wiesbaden (dpa) - Deutlich steigende Preise für Sprit und Heizöl haben die Inflationsrate in Hessen auf den höchsten Stand seit Ende 2023 getrieben. Die Verbraucherpreise kletterten im September um 3,4 Prozent verglichen mit dem Vorjahresmonat, wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden mitteilte. «Damit erhöhte sie sich den dritten Monat in Folge und erreichte den höchsten Stand seit Dezember 2023.» Im Juli hatte die Teuerungsrate bei 2,7 Prozent gelegen und im August bei 3,0 Prozent. 

Maßgeblich für den Anstieg der Inflationsrate im September waren höhere Energiepreise wegen des Iran-Kriegs. So kostete Energie nach den vorläufigen Zahlen durchschnittlich 3,7 Prozent mehr als im August und gut 15 Prozent mehr als vor einem Jahr. Besonders kräftig stiegen die Preise für Heizöl mit einem Anstieg von gut 80 Prozent binnen Jahresfrist, Sprit verteuerte sich um fast 40 Prozent. Dagegen verbilligten sich Erdgas (minus 6,5 Prozent), Strom (minus 6,3 Prozent) und Fernwärme (minus 1,2 Prozent).

Mit dem schwelenden Iran-Krieg waren die Preise für Superbenzin E10 und Diesel zuletzt auf Rekordniveau gestiegen. Die Bundesregierung entlastet nun Autofahrer mit einem neuen Tankrabatt, mit dem die Steuern auf Sprit ab Oktober bis Jahresende um rund 17 Cent je Liter sinken.

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Lebensmittel kaum teurer

Anders als bei Energie stiegen die Preise für Nahrungsmittel im September zum Vorjahresmonat kaum noch mit plus 0,7 Prozent, erklärten die Statistiker weiter. Besonders verteuerten sich Speisefette und -öle (minus 15,9 Prozent), darunter Butter mit minus 27,4 Prozent. Molkereiprodukte waren 4,9 Prozent günstiger als im September 2025, Gemüse dagegen 9,0 Prozent teurer.

Die Preise für Dienstleistungen ohne Mieten stiegen gegenüber September 2025 um durchschnittlich 3,2 Prozent. Besonders verteuerten sich soziale Einrichtungen mit plus 8,5 Prozent. Auch Flugtickets, Pauschalreisen und Gaststättenbesuche waren deutlich kostspieliger als ein Jahr zuvor.