Wirtschaft

Inflationsrate liegt in Hessen im März bei 7,1 Prozent

Ein Kassierer scannt in einem Supermarkt an der Kasse die Produkte. Foto: Sven Hoppe/dpa
Ein Kassierer scannt in einem Supermarkt an der Kasse die Produkte.

Wiesbaden (dpa/lhe) - Der Preisauftrieb in Hessen hat sich im März erneut etwas abgeschwächt. Die Verbraucherpreise stiegen um 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Im Februar hatte die Inflationsrate bei 8,3 Prozent gelegen und im Januar bei 8,5 Prozent.

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Für März war bundesweit ein Rückgang der Inflationsrate erwartet worden aufgrund eines sogenannten Basiseffekts. Nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine vor gut einem Jahr waren die Energiepreise im Vergleich zum Vorjahr in die Höhe geschossen und hatten die Inflation insgesamt angeschoben. Nun werden die Preise mit dem hohen Niveau des Frühjahrs 2022 verglichen. Das wird als Basiseffekt bezeichnet.

Die Kosten für Energie erhöhten sich in Hessen im März nach Angaben der Statistiker um 0,6 Prozent und damit im Vergleich zur Gesamtinflationsrate unterdurchschnittlich. Spürbar tiefer als im Vorjahresmonat mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher dagegen laut Landesamt für Brennholz und Holzpellets (plus 36,9 Prozent) in die Tasche greifen.

Obwohl sich die Strom-, Gas- und Wärmepreisbremsen seit Beginn des Jahres 2023 dämpfend auf die Preisanstiege auswirkten, seien Strom (plus 22,9 Prozent) und Erdgas (plus 16,6 Prozent) und Fernwärme (plus 4,1 Prozent) im Jahresvergleich teurer geworden. Deutlich günstiger seien in Hessen jedoch Heizöl (minus 37,3 Prozent) und Kraftstoffe (minus 19,5 Prozent) gewesen.

Die Preise für Nahrungsmittel legten den Angaben zufolge um 21,9 Prozent zu. Überdurchschnittlich teurer seien Molkereiprodukte (plus 36,2 Prozent) und dabei gerade Milch mit einem Plus von 28,7 Prozent gewesen. Die Kosten für Brot und Getreideerzeugnisse (plus 24,8 Prozent), Gemüse (plus 22,3 Prozent) sowie für Fleisch und Fleischwaren (plus 18,1 Prozent) legten ebenfalls spürbar zu. Speisefette und -öle kosteten 18,2 Prozent und Obst 9,9 Prozent mehr als im März des Vorjahres, wie die Statistiker mitteilten.