Ermittlungserfolg

Internationale Aktion gegen Cybercrime

Diesmal gingen die Behörden gegen sogenannte Stresserdienste vor. Deren Ziel ist es, Systeme gezielt zu überlasten. Zwei illegale Dienste wurden abgeschaltet. Einer der Drahtzieher ist Deutscher.

Die Täter agieren global - das müssen auch die Ermittler. (Symbolbild) Foto: Philip Dulian/dpa
Die Täter agieren global - das müssen auch die Ermittler. (Symbolbild)

Frankfurt/Wiesbaden (dpa) - Internationale Strafverfolgungsbehörden haben Dutzende Server von Cyberkriminellen abgeschaltet und Verdächtige festgenommen. Wie die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden mitteilten, fanden 16 Durchsuchungen unter anderem in Polen und Brasilien statt.

Im Mittelpunkt der Operation «Power Off» standen sogenannte Stresserdienste. Dabei werden Opfersysteme gezielt so überlastet, dass deren Inhalte zeitweise nicht erreichbar sind.

Zwei der weltweit bedeutendsten Stresserdienste wurden den Angaben zufolge abgeschaltet. Der mutmaßliche Betreiber - ein Deutscher - sitzt demnach in Thailand in Haft. In Polen wurden drei weitere mutmaßliche Tatbeteiligte festgenommen, wie es weiter hieß.

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«Seit Beginn der Operation "Power Off" haben die beteiligten Strafverfolgungsbehörden Hinweise auf mehr als drei Millionen Nutzerkonten mit kriminellen Bezügen gewonnen», so ZIT und BKA. «Die deutschen Behörden werden mehr als 50.000 Nutzende der vom Netz genommenen Dienste kontaktieren und auf die mögliche Strafbarkeit ihrer Handlungen aufmerksam machen.»