27 Fälle sind angeklagt

Islamlehrer wegen Missbrauchs von acht Kindern vor Gericht

Einem islamischen Religionslehrer wird schwerer sexuellen Kindermissbrauchs vorgeworfen. Die Anklage umfasst 27 Fälle.

Ein islamischer Religionslehrer steht wegen mehrfachen sexuellen Kindesmissbrauchs und Vergewaltigung ab Mittwoch vor Gericht. (Symbolbild) Foto: Stefan Puchner/dpa
Ein islamischer Religionslehrer steht wegen mehrfachen sexuellen Kindesmissbrauchs und Vergewaltigung ab Mittwoch vor Gericht. (Symbolbild)

Ellwangen (dpa/lsw) - Ein islamischer Religionslehrer steht ab Mittwoch (9.15 Uhr) wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs und Vergewaltigung vor dem Landgericht Ellwangen. Der 35-Jährige soll sich in Giengen an der Brenz und im Raum Stuttgart in seiner Funktion als sogenannter Hoca an acht Jungen vergangen haben. Laut Anklage geht es um 27 Fälle. Der deutsche Staatsbürger sitzt seit Mitte Januar in Untersuchungshaft.

Laut Gericht handelt es sich um Kinder im Alter von 12 Jahren und älter. Es soll unter anderem zu Oralverkehr und wechselseitigen Massagen gekommen sein. Angeklagt sind demnach auch Misshandlungen der Jungen. Einzelne Kinder sollen den Vorwürfen nach teils bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt worden sein.

Für den Prozess sind acht Verhandlungstage angesetzt worden. Die Kinder werden im Verfahren vermutlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit aussagen. Ein Urteil könnte im Mai fallen.

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