Düngemittel und Tausalz

Kali-Nachfrage hoch - K+S hebt Jahresziel an

Mit Investitionen und Übernahmen will K+S die Produktion sichern und den CO2-Ausstoß senken.

Bei der Förderung der Salze entstehen große Abraumhalden. (Archivbild) Foto: Florian Wiegand/dpa
Bei der Förderung der Salze entstehen große Abraumhalden. (Archivbild)

Kassel (dpa/lhe) - Der Kalidüngerproduzent K+S erwartet nach mehr Umsatz im zweiten Quartal auch fürs gesamte Jahr 2026 ein besseres Geschäft. «Im zweiten Quartal war die Nachfrage nach Kali hoch. Die Preise entwickelten sich positiv und wir konnten mehr produzieren als im Vorjahr», sagte Konzernchef Christian Meyer in einer am Mittwoch auf der K+S Homepage veröffentlichten Videobotschaft. K+S fördert Kalisalze und Steinsalz und verkauft seine Produkte an Landwirtschaft und Industrie.

Im zweiten Vierteljahr steigerte K+S bei einem Umsatzwachstum um 12 Prozent auf 978 Millionen Euro den operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Jahresvergleich um 60 Prozent auf 176 Millionen Euro. Damit schnitten die Nordhessen besser ab als von Analysten erwartet. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern lag zunächst nicht vor.

Für 2026 peilt Meyer nun ein Ebitda zwischen 680 und 760 Millionen Euro an, nachdem bisher ein Anstieg auf 630 bis 730 Millionen Euro im Plan gestanden hatte.

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Produktion soll bis zum Jahr 2060 gesichert werden

Das Management treibt zurzeit den Unternehmensumbau voran. Im Zuge des Projekts Werra 2060 begannen jüngst am Fabrikstandort Wintershall Umbauarbeiten. Werra 2060 soll die Produktion des Konzerns im hessisch-thüringischen Grenzgebiet bis 2060 sichern. Mit dem schon länger laufenden, insgesamt rund 600 Millionen Euro teuren Umbau will K+S zudem den CO2-Ausstoß senken und das Abwasser verringern.

Die Kapazitätserweiterung im noch jungen kanadischen Werk Bethune kommt planmäßig voran, wie es vom Unternehmen zur Wochenmitte weiter hieß. Im ersten Halbjahr sei vor allem in den Bau einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage sowie in die kontinuierliche Weiterentwicklung der dortigen Kavernen investiert worden.

Anfang Juni hatte K+S zudem die Übernahme von zwei Salzstandorten des polnischen Chemieunternehmens Qemetica in Sachsen-Anhalt und in Polen für 350 bis 380 Millionen Euro angekündigt. Der Abschluss ist für das erste Quartal 2027 geplant. Der Schwerpunkt der beiden Standorte liegt in der Herstellung von Salzspezialitäten zur Wasserenthärtung sowie für die Lebensmittelindustrie.