Wettbewerb

Kartellamt würde Commerzbank-Übernahme wohl nicht verhindern

Unicredit ist zum größten Aktionär bei der Commerzbank aufgestiegen. Und was, wenn die Italiener das Institut komplett übernehmen wollen? Ein Wettbewerbshüter gibt dazu eine klare Antwort.

Die Commerzbank-Zentrale in Frankfurt. (Archivbild) Foto: Helmut Fricke/dpa
Die Commerzbank-Zentrale in Frankfurt. (Archivbild)

Frankfurt (dpa) - Bei einer möglichen Commerzbank-Übernahme müsste die italienische Bank Unicredit keinen Widerstand durch Deutschlands oberste Wettbewerbshüter fürchten. Erst im April hatte das Bundeskartellamt den Einstieg der Italiener bei der Frankfurter Bank genehmigt. 

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Auf die Frage, wie die Haltung der Bundesbehörde bei einer möglichen Übernahme wäre, sagte Kartellamtschef Andreas Mundt, er sehe in wettbewerblicher Hinsicht keine Probleme. «Wenn es zu einer Folgeentscheidung käme, sehe ich nicht, dass wir das anders sehen würden - die Maßstäbe sind immer dieselben, das macht keinen Unterschied.»

Zuvor war bekanntgeworden, dass Unicredit zum größten Aktionär der Commerzbank aufgestiegen und der Bund nur noch Nummer 2 ist. Zudem deutete Unicredit-Chef Andrea Orcel weitere offensive Schritte an, die die Mailänder Großbank nahe an ein Übernahmeangebot für die Commerzbank bringen würden.