Krieg in Nahost

Klingbeil betont Selbstverteidigungsrecht Israels

Nach dem Großangriff von Israel auf den Iran stellt sich der Vizekanzler hinter den jüdischen Staat. Zugleich wolle die Bundesregierung eine weitere Eskalation im Nahen Osten unbedingt verhindern.

Klingbeil stellt sich hinter Israel. Foto: Boris Roessler/dpa
Klingbeil stellt sich hinter Israel.

Frankfurt/Main (dpa) - Vizekanzler Lars Klingbeil betont nach der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten das Selbstverteidigungsrecht Israels. Israel habe das Recht, «seine Existenz zu schützen und sich zu verteidigen», sagte Klingbeil bei einem Besuch im Handelsraum der Deutschen Börse in Frankfurt. Der Iran habe immer wieder davon geredet, die Existenz Israels auslöschen zu wollen. Das Nuklearprogramm, das im Iran betrieben worden sei, sei «eine Bedrohung für Israel», sagte der SPD-Chef.

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«Wir schauen mit Sorge auf die Entwicklung», sagte Klingbeil. «Wir drängen darauf, dass es zu keiner weiteren Eskalation kommt.» Die Bundesregierung werde selbst alle diplomatischen Möglichkeiten nutzen, um das zu verhindern. 

Israel hatte in der Nacht mit einem Großangriff auf iranische Städte und Atomanlagen begonnen. Der Iran schlägt nach israelischen Angaben mit Drohnen zurück. Der israelische Staatspräsident Izchak Herzog hat den Großangriff im Iran mit einer existenziellen Bedrohung des jüdischen Volkes begründet.