Verbraucher

Konsum in Hessen 2022 unter dem Bundesdurchschnitt

2022 haben Hessinnen und Hessen am viertmeisten gespart. Die Ausgaben für den Konsum nähern sich nach Wegfall der Einschränkungen und mit der Inflation dem Vor-Corona-Niveau an.

Eine Kassiererin in einem Supermarkt zählt am an ihrer Kasse das Wechselgeld. Der Konsum der Privathaushalte in Hessen ist 2022 im Vergleich zum Vorjahr weniger angestiegen als in allen anderen Bundesländern. Foto: Daniel Karmann/dpa
Eine Kassiererin in einem Supermarkt zählt am an ihrer Kasse das Wechselgeld. Der Konsum der Privathaushalte in Hessen ist 2022 im Vergleich zum Vorjahr weniger angestiegen als in allen anderen Bundesländern.

Wiesbaden (dpa/lhe) - Der Konsum der Privathaushalte in Hessen ist 2022 im Vergleich zum Vorjahr weniger angestiegen als in allen anderen Bundesländern. Auch das Konsumniveau lag 2022 unter dem Bundesdurchschnitt, wie das Hessische Statistische Landesamt am Mittwoch mitteilte. Hessinnen und Hessen sparten demnach 11,9 Prozent ihres verfügbaren Einkommens, nur in Bayern, Baden-Württemberg und Berlin waren die Sparquoten höher. Die Sparquote in Hessen nähere sich nach dem Wegfall der coronabedingten Einschränkungen und im Zuge der Inflation dem Vor-Corona-Niveau von 12,1 Prozent an, teilte die Behörde weiter mit.

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Bundesweit stieg der Konsum privater Haushalte 2022 um 10,9 Prozent an, in Hessen um 7,9 Prozent auf 23.490 Euro je Einwohner. Das zeigten Ergebnisse des Arbeitskreises «Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder». Für den Anstieg von Ausgaben und Konsum seien allerdings vor allem die starken Preiserhöhungen für Energie und Nahrungsmittel verantwortlich. Bereinigt um die Steigerung der Verbraucherpreise 2022 sei der Konsum in Hessen je Einwohner um 1,2 Prozent gestiegen, in Deutschland um 3,2 Prozent.

Im Durchschnitt standen den Einwohnern Hessens nach Angaben des Statistischen Landesamts jeweils 25.860 Euro Einkommen zur Verfügung. Mehr als 90 Prozent gaben sie für den Konsum aus, den Rest sparten sie. Da der Sparquote außerdem die Zunahme der betrieblichen Versorgungsansprüche hinzugerechnet werde, ergebe sich die Quote von 11,9 Prozent, heißt es in der Mitteilung. Je Einwohner seien so 3.170 Euro gespart worden.