Krankenhausreform führt zu Konzentration des Angebots
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die geplante Krankenhausreform wird die Kliniklandschaft in Hessen verändern. Fachleute aus der Praxis hoffen auf eine Stabilisierung der Finanzen, ohne dass die Patientenversorgung leidet. «Die Grund- und Notfallversorgung muss in jeder Region gesichert sein», fordert der Geschäftsführer der Hessischen Krankenhausgesellschaft, Steffen Gramminger.
Als ziemlich sicher gilt, dass die Reform zu einer «Konzentration komplexer Leistungen» führt, wie der Geschäftsführer des Klinikverbunds Hessen, Reinhard Schaffert, sagt. «Nicht mehr alle gewohnten Leistungen stehen in allen Krankenhäusern vor Ort zur Verfügung. Dies ist aus Qualitätsgesichtspunkten teilweise sinnvoll, muss jedoch auch von der Bevölkerung mitgetragen werden.
Über das Gesetz wird auf Bundesebene entschieden, aber das Land muss es umsetzen, denn Krankenhausplanung ist Ländersache. «Wenn die Reform dann beispielsweise die Leistungsgruppen der medizinischen Versorgung definiert hat, ist es Aufgabe des Landes, sie räumlich zu verteilen und den Krankenhäusern zuzuordnen», sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne) der dpa.