Attacke in Park

Kranzniederlegung und Gedenken nach Attacke in Aschaffenburg

Der Tag nach der Gewalttat in Aschaffenburg steht zunächst im Sinne des Gedenkens. Zugleich versuchen die Behörden, mehr über den mutmaßlichen Täter herauszufinden.

Nach dem Messerangriff in Aschaffenburg sind nun die Behörden gefragt. Foto: Ralf Hettler/dpa
Nach dem Messerangriff in Aschaffenburg sind nun die Behörden gefragt.

Aschaffenburg (dpa) - Am Tag nach der Messerattacke mit zwei Toten und drei Verletzten im bayerischen Aschaffenburg ist die Polizei weiterhin mit viel Personal in der Stadt am Untermain präsent. Es gehe zum einen darum, Ansprechpartner für die Bevölkerung zu sein, sagte ein Polizeisprecher. Zum anderen solle ein reibungsloser Ablauf etwa der Kranzniederlegung durch Oberbürgermeister Jürgen Herzing (SPD) ermöglicht werden. 

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Für den Abend plant ein Bündnis verschiedene gesellschaftlicher Akteure namens «Aschaffenburg ist bunt» ein stilles Gedenken im Park, wie das Bündnis auf Facebook mitteilte.

Zum Zustand der Verletzten gab es zunächst keine aktuellen Informationen. Der Verdächtige wird voraussichtlich im Tagesverlauf einem Haftrichter vorgeführt. Dieser entscheidet dann, ob der 28-Jährige in einer Psychiatrie untergebracht wird oder in Untersuchungshaft kommt. Der Afghane könnte psychisch krank sein. «Im Moment geht die Mutmaßung sehr stark in Richtung seiner offensichtlich psychischen Erkrankungen», hatte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Vorabend in Aschaffenburg gesagt.

In einem Park der Stadt an der Landesgrenze zu Hessen soll der Verdächtige am Mittwochmittag einen zweijährigen Jungen und einen 41-jährigen Mann mit einem Küchenmesser getötet haben. Drei weitere Menschen erlitten Verletzungen, darunter ein zweijähriges Mädchen. 

Im Fokus der Ermittler steht derweil die Suche nach dem Tatmotiv. Zeugen müssen befragt und Spuren ausgewertet werden.