2. Fußball-Bundesliga

KSC-Boss Becker: Trainer-Entscheidung vor letztem Spieltag

Wer folgt beim Karlsruher SC auf Christian Eichner? Geschäftsführer Michael Becker äußert sich zu den Gerüchten um Lukas Kwasniok und den Aufstiegsplänen der Badener.

KSC-Boss Michael Becker will bis Saisonende den neuen Trainer präsentieren. (Archivbild) Foto: Harry Langer/dpa
KSC-Boss Michael Becker will bis Saisonende den neuen Trainer präsentieren. (Archivbild)

Karlsruhe (dpa/lsw) - Die Trainersuche beim Karlsruher SC soll noch in dieser Saison abgeschlossen werden. «Wir wollen idealerweise vor dem letzten Spieltag unsere Entscheidung kommunizieren», sagte Geschäftsführer Michael Becker im «Sport Bild»-Interview. Zuletzt verdichteten sich die Gerüchte, dass Lukas Kwasniok beim Fußball-Zweitligisten auf Christian Eichner folgen könnte. Eichner wird den Club im Sommer nach mehr als sechs Jahren verlassen.

«Dass über Kwasniok spekuliert wird, ist nicht überraschend, er war hier Jugendtrainer und ist auf dem Markt», sagte Becker. Er wolle sich zu Kandidaten aber nicht äußern. Man spreche mit mehreren, so der 41-Jährige. 

Kwasniok, einst im Nachwuchs des KSC tätig, war Mitte März beim 1. FC Köln freigestellt worden. Für die Karlsruher geht es im Saisonendspurt sportlich um nicht mehr viel. Am Sonntag trifft der Tabellenneunte auf den SV Darmstadt 98.

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Folgt Lukas Kwasniok beim KSC auf Christian Eichner? (Archivbild) Foto: Gregor Fischer/dpa
Folgt Lukas Kwasniok beim KSC auf Christian Eichner? (Archivbild)

«Gehen nicht ins Casino»

Ihrem Ziel, innerhalb von drei bis fünf Jahren in die Bundesliga zurückzukehren, wollen die Badener unter dem neuen Coach ein Stückchen näher kommen. «Dass wir lieber früher als später aufsteigen würden, ist klar», sagte Becker.

Man wolle aber weiter mit «Augenmaß» agieren, erklärte der KSC-Boss und verwies auf die erheblichen finanziellen Probleme des Vereins in der Vergangenheit. «Was viele vergessen: 2020 hatten wir an einem Freitagnachmittag alle Unterlagen für die Insolvenz fertig auf dem Tisch liegen, ehe es um 17.03 Uhr doch noch eine Einigung mit einem Hauptgläubiger gab. Insofern sind wir im finanziellen Bereich gebrannte Kinder.»

Der Fahrplan sei daher klar: «Wir gehen nicht ins Casino, also ins unkalkulierbare Risiko, sondern investieren gezielt in den Sport, ohne unsere wirtschaftliche Stabilität zu gefährden», erklärte Becker.