Langjähriger Eintracht-Funktionär Lötzbeier gestorben
Bei Eintracht Frankfurt fungierte Klaus Lötzbeier über Jahrzehnte in verschiedenen verantwortungsvollen Positionen. Nun ist das ehemalige Vorstandsmitglied gestorben.
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Eintracht Frankfurts ehemaliges Vorstandsmitglied Klaus Lötzbeier ist am Dienstag im Alter von 86 Jahren gestorben. Das teilte der Fußball-Bundesligist unter Berufung auf die Familie mit. Die Nachricht sorge bei den Hessen für Traurigkeit, denn viele Mitarbeitende würden sich voller Hochachtung an Lötzbeier erinnern, hieß es in der Vereinsmitteilung.
Lötzbeier war in Frankfurt mehr als ein Vierteljahrhundert in verantwortungsvollen Positionen tätig und hatte für Sportler, Angestellte und Fans immer ein offenes Ohr. «Die Eintracht hat Klaus Lötzbeier viel zu verdanken. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei seiner Familie», sagte Vorstandssprecher Axel Hellmann.
Von 1988 bis 2015 engagierte sich Lötzbeier bei der Eintracht, nachdem er als erfolgreicher Jugendtrainer und Jugendleiter bei Viktoria Preußen zum Verein an den Riederwald kam. Nach dem erstmaligen Abstieg aus der Bundesliga 1996 half er, den angeschlagenen Verein auf Kurs zu halten und stellte gemeinsam mit Horst Ehrmantraut die Aufstiegsmannschaft von 1998 zusammen.
Verantwortung in erster Reihe
«Klaus Lötzbeier hat bei Eintracht Frankfurt in den für den Club schwersten Zeiten Verantwortung in erster Reihe übernommen und die Eintracht mit seiner Arbeit auf einen erfolgreichen Weg geführt», sagte Hellmann. Er habe dabei immer den Nachwuchsfußball im Blick gehabt und das Engagement der Fans innerhalb der Eintracht unterstützt sowie viele junge engagierte Eintrachtler auf ihrem beruflichen Weg gefördert, hieß es weiter.
Lötzbeier half auf vielen Ebenen, neue Impulse zu setzen. Im Jahr 2000 wurde er als Vizepräsident ins Präsidium berufen. Dieser Aufgabe blieb er bis zu seinem freiwilligen Abschied 2015 treu. Von 2008 bis 2012 saß Lötzbeier zudem im Vorstand der Fußball AG. In dieser Doppelfunktion als Vizepräsident und Vorstandsmitglied sei es ihm mit viel diplomatischem Geschick gelungen, das anfangs schwierige Verhältnis zwischen Verein und Kapitalgesellschaft zu entspannen, hieß es in der Mitteilung.