Auszeichnungen

Lena Gorelik erhält Preis der Literaturhäuser 2026

Mit ihren Büchern und Bühnenauftritten setzt sich die Autorin Lena Gorelik laut Jury für Dialog und gegen Hass ein. Dafür wird sie nun ausgezeichnet.

Das Netzwerk der Literaturhäuser verleiht den Preis der Literaturhäuser an Lena Gorelik. (Archivbild) Foto: Joerg Carstensen/dpa
Das Netzwerk der Literaturhäuser verleiht den Preis der Literaturhäuser an Lena Gorelik. (Archivbild)

Wiesbaden (dpa/lhe) - Die Autorin und Essayistin Lena Gorelik («Wer wird sind») wird mit dem Preis der Literaturhäuser 2026 geehrt. Das teilte die Stadt Wiesbaden mit. Die «Villa Clementine» in der hessischen Landeshauptstadt ist Mitglied des Netzwerks der Literaturhäuser, die den Preis verleihen. Gorelik rege mit ihren Büchern und durch ihre Auftritte auf der Bühne «zu einem differenzierten, lebendigen und kritischen Austausch an», hieß es in der Begründung. 

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Als Mit-Herausgeberin des Werks «Trotzdem sprechen» sei sie bei Veranstaltungen nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 dafür eingetreten, im Dialog zu bleiben. «Das Buch ist ein Plädoyer für Menschlichkeit in Zeiten von Hass, Hetze und Rechtspopulismus». Gorelik, geboren 1981 in Sankt Petersburg, kam 1992 zusammen mit ihrer russisch-jüdischen Familie nach Deutschland.

Der Preis der Literaturhäuser wird seit 2002 verliehen, zuletzt an Ingo Schulze (2021), Sasha Marianna Salzmann (2022) und Fiston Mwanza Mujila (2024). Das Preisgeld beträgt 20.000 Euro. Die Preisverleihung findet jeweils im Frühjahr auf der Leipziger Buchmesse statt.