Männer wollen Brand selbst löschen und greifen Polizisten an
Erst nachdem sie gestoppt wurden, kann die Feuerwehr löschen. Was die Männer nun erwartet.
Pfullingen (dpa/lsw) - Sie haben einen brennenden Schuppen selbst löschen wollen und sind deshalb sogar auf Polizisten losgegangen: Zwei Männer haben in Pfullingen (Kreis Reutlingen) Einsatzkräfte angegriffen. Sie wollten das Feuer mit Eimern und einem Gartenschlauch selbst bekämpfen - trotz explodierender Gaskartuschen und Warnungen der Beamten, wie die Polizei mitteilte. Der 44 Jahre alte Bewohner und sein 70 Jahre alter Angehöriger sollen sich geweigert haben, den Gefahrenbereich zu verlassen.
Der Schuppen war laut Polizei am Samstagabend in Brand geraten. Weil das Feuer auf ein angrenzendes Einfamilienhaus überzugreifen drohte und aus dem Gebäude zudem Explosionen gemeldet wurden, mussten die Bewohner vorsorglich das Haus verlassen. Die Feuerwehr war mit neun Fahrzeugen und 33 Einsatzkräften vor Ort.
Männer wurden gestoppt
Wegen der Gefahr durch die explodierenden Gaskartuschen forderten Feuerwehr und Polizei die Männer auf, den Bereich zu verlassen. Der 70-Jährige griff laut Mitteilung daraufhin nach einem Polizisten und wollte wohl auf ihn einschlagen. Der Angriff wurde abgewehrt. Anschließend mischte sich der 44-Jährige ein und ging den Angaben nach ebenfalls auf die Beamten los.
Erst nachdem beide Männer gestoppt worden waren, konnte die Feuerwehr mit den eigentlichen Löscharbeiten beginnen. Nach ersten Erkenntnissen könnte ein zuvor benutzter und anschließend im Schuppen abgestellter Grill den Brand ausgelöst haben.
Der Schuppen und eine Fassade wurden beschädigt. Gegen die beiden Männer wird nun unter anderem wegen des Angriffs auf die Polizisten und wegen Beleidigungen gegen eine Nachbarin ermittelt. Auch die genaue Brandursache wird untersucht.