Verdächtiger war angetrunken

Mann stellt Brandsatz vor russischem Ex-Generalkonsulat ab

Ein Mann hantiert mit einem Brandsatz vor dem Gebäude des ehemaligen russischen Generalkonsulats. Sein Verhalten scheint aber eher wirr.

Der Betrieb des Konsulats wurde 2023 von der Bundesregierung untersagt. (Archivbild) Foto: Helmut Fricke/dpa
Der Betrieb des Konsulats wurde 2023 von der Bundesregierung untersagt. (Archivbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die Polizei hat am ehemaligen russischen Generalkonsulat in Frankfurt einen Mann festgenommen, der dort mit einem Brandsatz unterwegs gewesen ist. Die Beamten stellten am Samstagmittag außerdem ein Cuttermesser bei ihm sicher, wie das Polizeipräsidium Frankfurt mitteilte. Vier Frauen hätten den Mann angesprochen, nachdem er den Brandsatz ähnlich einem Molotowcocktail vor dem Zaun abgestellt habe. Der 55-Jährige habe aggressiv und beleidigend wegen der teils russischen Herkunft der Frauen reagiert, er habe sich zudem volksverhetzend geäußert. Kurze Zeit später wurde er festgenommen.

WNOZ WhatsApp-Kanal

Die Weinheimer Nachrichten und Odenwälder Zeitung auf WhatsApp! Aktuelle Nachrichten aus deiner Region. Die Top-Themen jeden Mittag frisch auf dem WhatsApp-Kanal.

Impressum

Die Polizei geht aber nicht von einem ernsthaften politischen Motiv aus. Der 55-Jährige sei angetrunken gewesen, der Brandsatz nach bisherigen Erkenntnissen eher dilettantisch konstruiert. Der Verdächtige kam später wieder auf freien Fuß, nachdem seine Wohnung durchsucht worden war.

Deutschland hatte Russland Ende Mai 2023 als Reaktion auf die Ausweisung Hunderter deutscher Bediensteter aus Russland den Betrieb von vier Generalkonsulaten in Deutschland untersagt, darunter auch das in Frankfurt.