Vögel

Mauersegler nach Winterpause zurück in Hessen

Über den Dächern gibt es wieder mehr Flügelschlagen. Die Zahl der Nester und Vogelküken nimmt zu, denn die Mauersegler kehren zurück.

Die Mauersegler kehren zwischen April und Mai nach ihrer langen Winterpause zurück. (Archivbild) Foto: -/ukrin/dpa
Die Mauersegler kehren zwischen April und Mai nach ihrer langen Winterpause zurück. (Archivbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Nach ihrem langen Winterurlaub haben die Mauersegler ihren Rückflug nach Hessen abgeschlossen. Zwischen April und Mai kehren die Vögel von südlich der Sahara hierher zurück, um zu brüten, wie der Landesverband des Naturschutzbundes (Nabu) mitteilte. Ab Mitte Juli treten sie demnach die etwa 10.000 Kilometer lange Reise wieder Richtung Süden an.

WNOZ WhatsApp-Kanal

Die Weinheimer Nachrichten und Odenwälder Zeitung auf WhatsApp! Aktuelle Nachrichten aus deiner Region. Die Top-Themen jeden Mittag frisch auf dem WhatsApp-Kanal.

Impressum

Bis zu 21 Jahre verbringen die Vielflieger in der Luft - beinahe ihr gesamtes Leben. Nahrung und Nistmaterial jagen und sammeln sie im Flug. Sogar zum Schlafen landen sie nicht. Nur zum Brüten und Füttern ihrer Küken lassen sich die Mauersegler nieder. Bei der Suche nach dem richtigen Nistplatz sind sie echte Gewohnheitstiere, denn sie suchen immer wieder denselben Ort auf. Finden die Vögel dort kein geeignetes Fleckchen, lassen sie das Brüten direkt sein. 

Der Zug der Mauersegler zwischen Hessen und Afrika findet nicht nur tagsüber, sondern auch nachts statt. Dabei erreichen die Vögel eine Höhe von bis zu 3.000 Meter. (Archivbild) Foto: picture alliance / dpa
Der Zug der Mauersegler zwischen Hessen und Afrika findet nicht nur tagsüber, sondern auch nachts statt. Dabei erreichen die Vögel eine Höhe von bis zu 3.000 Meter. (Archivbild)

Die Mauersegler gehören zu den geschützten Arten, obwohl ihr Schutz laut Nabu ohne großen Aufwand möglich ist. Es gebe demnach eine Vielzahl an Niststeinen oder -kästen, die bei Fassadenrenovierungen, Dacharbeiten oder beim Neubau in die Häuser integriert werden können. Denn solche Bauarbeiten und Modernisierungen sorgen häufig dafür, dass die Flug-Akrobaten ihre gut versteckten Nistplätze verlieren. 

Wer gerne bastelt, kann auch versuchen Nistkästen aus Holz selbst zu machen. Wichtig ist nur, diese an der richtigen Stelle anzubringen, nämlich an Dach- und Mauerüberständen in Höhe von mindestens sechs Metern. Hobbygärtner können die Mauersegler ebenfalls unterstützen. Mit Pflanzen, die Insekten anlocken, schafft man eine gute Nahrungsquelle für die Krabbeltier-liebenden Vögel.