Tiere

Mauersegler vom Klimawandel betroffen: Nisthilfen nötig

Wetzlar (dpa/lhe) - Auch in Hessen mangelt es laut Naturschutzbund Nabu an Nistplätzen und Nahrung für Mauersegler. Nach Angaben des Nabu-Landesvorsitzenden Maik Sommerhage verändert sich durch den Klimawandel das Flugverhalten der Vögel. Demnach fliegen die Mauersegler einige Tage früher ab und kommen zwei Wochen eher zurück. Grund seien die extremen Temperaturschwankungen und der Wetterwechsel. Die Vögel werden dadurch irritiert und verirren sich, wie der Experte erläuterte. Auch habe das frühere Aufbrechen Auswirkungen auf die Brutbedingungen in Afrika, denn die Plätze seien von anderen Tieren belegt oder während des Fluges fehle die Nahrung.

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In Hessen fliegen die Mauersegler laut Nabu im Spätsommer zur Überwinterung nach Afrika und kommen im April zurück. Die Vögel erkennt man an den schwarzen Federn, dem gebogenen Schnabel und «Sriih-Sriih»-Lauten. Den Startimpuls zum Abflug bekommen sie durch die frühere Dunkelheit und dem Nachlassen der Nahrung.

Auch in Hessen fehlt es Sommerhage zufolge an Nistplätzen und Nahrung. Der Nabu-Landesvorsitzende empfiehlt deswegen, nicht zu oft den Rasen zu mähen, einen naturnahen Garten anzulegen oder Mauerseglerkästen am Haus anzubringen.