Mehr als 200.000 Steuer-Vorschläge an Bürger verschickt
Fertige Steuererklärung statt lästiger Papierkram: Über das Projekt «Die Steuer macht das Amt» hat Hessens Finanzverwaltung nun alle Vorschläge für dieses Jahr verschickt.
Wiesbaden (dpa/lhe) - Mit dem Projekt «Die Steuer macht das Amt» sind in Hessen 212.000 Vorschläge für die Einkommensteuererklärung 2025 an Steuerpflichtige verschickt worden. Damit sei der Versand abgeschlossen, teilte das Finanzministerium in Wiesbaden mit. Je schneller nun die Rückmeldung eingehe, umso eher könnten der Steuerbescheid zugeschickt und eine mögliche Rückerstattung überwiesen werden, erklärte Finanzminister Alexander Lorz (CDU).
Wer keinen Vorschlag vom Amt erhalten hat und verpflichtet ist, eine Einkommensteuererklärung abzugeben, muss dies wie gewohnt selbst erledigen. Die Frist endet am 31. Juli.
Im Fokus sind weniger komplexe Steuerfälle
Zielgruppe von «Die Steuer macht das Amt» sind Menschen ohne Steuerberater, die ausschließlich Einkünfte als Arbeitnehmer oder eine Rente beziehungsweise eine Pension beziehen. Zudem werden auch Steuerpflichtige mit Kindern unter 18 Jahren erfasst. Grundlage für den Vorschlag des Finanzamts sind Daten etwa zu Lohn, Rente und Versicherungen, die der Steuerverwaltung ohnehin vorliegen. Die Angaben können vom Steuerpflichtigen ergänzt werden. Auch wenn ein Vorschlag im Briefkasten lag, ist es weiterhin möglich, eine selbst erstellte Steuererklärung einzureichen.