Verkehr

Mehr als 30 Brücken nur eingeschränkt befahrbar

Knapp 4.000 Brücken führen über Bundes- und Landesstraßen in Hessen. Einige davon sind beschädigt und müssen repariert werden, wie eine Aufstellung zeigt.

In Hessen sind nach Angaben des Landes weniger als ein Prozent der Brücken an Landes- und Bundesstraßen beschädigt. (Symbolbild). Foto: Thomas Frey/dpa
In Hessen sind nach Angaben des Landes weniger als ein Prozent der Brücken an Landes- und Bundesstraßen beschädigt. (Symbolbild).

Wiesbaden (dpa/lhe) - Mehr als 30 Brücken im Zuständigkeitsbereich des Landes Hessen können nur noch eingeschränkt befahren werden. Dies gelte für 7 Brücken im Zuge von Bundesstraßen und 25 Brücken im Zuge von Landesstraßen, teilte das hessische Verkehrsministerium auf eine Anfrage aus der FDP-Landtagsfraktion mit. Der Einsturz der Carolabrücke in Dresden im vergangenen September habe die Aufmerksamkeit für den Zustand der Brückenbauwerke in Deutschland erhöht, erklärte die Fraktion zur Begründung.

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Die 32 Brücken könnten den zulässigen Straßenverkehr bis 44 Tonnen nicht tragen und müssten durch Verkehrsschilder entsprechend gekennzeichnet werden. Ihr Anteil an den insgesamt fast 4.000 Brücken im Zuständigkeitsbereich des Landes betrage allerdings weniger als ein Prozent. 

Bauarbeiten geplant

In den kommenden Jahren seien Erneuerungen und Ertüchtigungen geplant, damit die Brücken wieder uneingeschränkt befahren werden können. Bei fünf Brücken mit untergeordneter Verkehrsbedeutung sei dagegen entschieden worden, sie mit Lastbeschränkung weiterzubetreiben. 

Den Gesamtzustand der Brücken in der Zuständigkeit des Landes beurteilt das Land als gut, wie das Ministerium mitteilt. Für Autobahnbrücken ist der Bund zuständig und nicht das Land. Viele dieser Brücken vor allem in Westdeutschland sind einer Ende September bekanntgewordenen Auswertung von Bauexperten sanierungsbedürftig - und teils sogar in bedenklicher Verfassung.