Mehr als die Hälfte der Sirenen mit digitalem Funk steuerbar
In Hessen lassen sich rund 2.400 Sirenen digital steuern. Doch nicht überall ist die Umstellung gleich weit.
Wiesbaden (dpa/lhe) - Mehr als die Hälfte der Sirenen in Hessen können mittlerweile digital gesteuert werden. Rund 2.400 der etwa 4.050 Sirenen im Land sind mit dem sogenannten digitalen Tetra-Funk steuerbar, wie aus einer Antwort des hessischen Innenministeriums auf eine kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Sascha Herr (parteilos) hervorgeht.
In Wiesbaden können zum Beispiel 96 der 103 Sirenen digital ausgelöst werden, in Frankfurt sind es alle 21. Im Schwalm-Eder-Kreis hingegen sind es erst 76 von 243 und im Vogelsbergkreis erst 84 von 225.
Einzelne Probleme an Warntagen
Das Land Hessen unterstützte die Kommunen seit 2020 bei der Umstellung auf den digitalen Tetra-Funk finanziell. Mit Digitalfunk könnten großflächige Sirenenalarmierungen innerhalb von ein bis zwei Sekunden ausgelöst werden, heißt es auf der Homepage der Feuerwehr Hessen. «Erstmals ist auch eine Echtzeit-Überwachung der Funktionsfähigkeit einer Sirene möglich.»
Um die Warnmittel zu testen, gibt es regelmäßig Warntage. Bei den landesweiten Warntagen 2025 und 2026 kam zu kleineren Vorkommnissen: 2025 gab es laut Antwort Störungen bei einzelnen Warn-Apps, die durch die Anbieter behoben wurden. 2026 habe es «Verzögerungen und vereinzelte Ausfälle bei der digitalen Sirenenalarmierung» gegeben. Dazu laufe die Ursachenanalyse noch.