Motorradfahrer rast innerorts mit fast 120 Stundenkilometern
Ohne Schalldämpfer und mit abgelaufener Hauptuntersuchung: Die Polizei stoppt einen Motorradfahrer auf riskanter Fahrt durch die Stadt. Wie der junge Mann sein Verhalten erklärt.
Hanau (dpa/lhe) - Auf fast 120 Kilometer pro Stunde hat ein Motorradfahrer sein Fahrzeug in Hanau beschleunigt - und wurde von einer Zivilstreife der Polizei dabei ertappt. Der Mann gab zweimal Gas, wie die Beamten registrierten. Zunächst an einer Ampel, das bemerkten die Polizisten und folgten dem Motorrad. Als er erneut beschleunigte, maßen sie die Geschwindigkeit und ermittelten 118 Kilometer pro Stunde. Erlaubt gewesen wären 50, teilte die Polizei mit.
Die Streife, auf Raser, Tuner und Poser spezialisierte Beamte, stoppte den Fahrer am späten Mittwochabend mit Blaulicht und Anhaltesignal. An dem Motorrad bemerkten die Polizisten einen fehlenden Schalldämpfer – das laute Geräusch des Motorrads hatte sie anfangs auf den Fahrer aufmerksam gemacht. Zudem war die Hauptuntersuchung seit rund sechs Monaten abgelaufen.
Der 21 Jahre alte Fahrer antwortete auf die Frage nach dem Grund für seine Fahrweise, er habe den Motor nach der Winterpause einmal «freifahren» wollen, teilt die Polizei mit. Diese stellte das Motorrad sicher. Den Fahrer erwarten ein Bußgeld von etwa 1.500 Euro, zwei Punkte in Flensburg sowie ein dreimonatiges Fahrverbot, wie es in der Mitteilung heißt.