Festnahme

Mutmaßliche Betrüger nach Schockanrufen gefasst

Schockanrufe aus Spanien: Wie Betrüger mit erfundenen Unfällen Angst schürten und warum nun in Rumänien die Handschellen klickten.

Die Generalstaatsanwaltschaft hat mehrere Betrüger in Bukarest festnehmen lassen. (Symbolbild) Foto: Arne Dedert/dpa
Die Generalstaatsanwaltschaft hat mehrere Betrüger in Bukarest festnehmen lassen. (Symbolbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die Polizei hat zwei mutmaßliche Mitglieder einer auf Schockanrufe spezialisierten Bande festgenommen. Es bestehe der Verdacht, dass die beiden 39-Jährigen aus Offenbach mit potenziellen Opfern telefoniert und diesen eine Notsituation vorgespielt hätten, teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt mit. 

Die Anrufer hätten sich stets als Verkehrspolizist ausgegeben und mitgeteilt, ein naher Angehöriger habe einen Unfall verursacht und müsse ohne Zahlung einer Kaution in Untersuchungshaft. Von Spanien aus wurden der Mitteilung zufolge im Februar 2026 Menschen in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Bayern angerufen. Beute erzielten die Täter nicht. Entweder erkannten die Angerufenen den Betrugsversuch oder sie besaßen keine Wertgegenstände. 

Festgenommen wurden die beiden mutmaßlichen Betrüger in Bukarest, am Donnerstag wurden sie nach Deutschland gebracht. Ein weiteres mutmaßliches Mitglied der Bande - ein 33-Jähriger aus Hanau - sitzt bereits seit Mai in Untersuchungshaft.

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