Nach Ausschreitungen mehr Kontrollen auf der Zeil
In Frankfurt kommt es zu Gewaltausbrüchen und Plünderungen. Auf der Einkaufsstraße Zeil schaut die Polizei jetzt genauer hin.
Frankfurt/Wiesbaden (dpa/lhe) - Nach den schweren Ausschreitungen am vergangenen Wochenende in Frankfurt intensiviert die Polizei ihre Kontrollen auf der Einkaufsstraße Zeil. Die «Besondere Aufbauorganisation Zeil» der Polizei werde nach den Gewaltausbrüchen nicht wie sonst üblich Freitag und Samstag kontrollieren, sondern die ganze Woche, teilte das hessische Innenministerium mit. «Die Bilder vom 31. Oktober dürfen
sich nicht wiederholen», sagte Innenminister Roman Poseck (CDU).
Strafanzeigen und Ordnungswidrigkeiten
Von Montag bis Samstag seien rund 400 Beamte hierfür im Einsatz gewesen. Es seien 945 Personen und 169 Fahrzeuge kontrolliert worden. Dabei seien 31 Strafanzeigen gefertigt und 334 Ordnungswidrigkeiten festgestellt worden. «Die Einsatzkräfte stellten darüber hinaus zwei Einhandmesser, einen Teleskopschlagstock, eine Gaspistole, eine sogenannte Pfefferpistole, ein Tierabwehrspray sowie mehrere für die Begehung von Einbrüchen geeignete Werkzeuge sicher», bilanzierte Poseck. Man überlasse die Zeil nicht Menschen, die offensichtlich ihre eigenen Regeln aufstellen und den Rechtsstaat mit Füßen treten.
Teils schwere Krawalle
Zehntausende junge Menschen hatten am Wochenende deutschlandweit zumeist friedlich etwa für bessere Bildung, mehr Klimaschutz und gegen die Einführung einer Wehrpflicht demonstriert. Dabei kam es zu teils schweren Krawallen, besonders in Hessens größter Stadt Frankfurt. Hier gab es dem Innenministerium zufolge mehr als 180 verletzte Polizisten, Dutzende Festnahmen und mehrere geplünderte Geschäfte.