Wiesbaden

Nach Tötung von Familienmitgliedern: Motiv weiter unklar

Der Mann soll seinen Vater und seine Schwester mit Messerstichen getötet haben. Zu den Gründen schweigt er.

Nach der Tötung von zwei Menschen in Wiesbaden ist das Motiv des mutmaßlichen Täters weiterhin unklar. Foto: David Inderlied/dpa
Nach der Tötung von zwei Menschen in Wiesbaden ist das Motiv des mutmaßlichen Täters weiterhin unklar.

Wiesbaden (dpa/lhe) - Nach der Tötung zweier Menschen in Wiesbaden durch ein Familienmitglied ist das Motiv des mutmaßlichen Täters weiter unklar. «Es kristallisiert sich derzeit nichts heraus», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der 42-Jährige sei in Untersuchungshaft gebracht worden, zu den Vorwürfen habe er sich nicht geäußert. 

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Nach den bisherigen Ermittlungen soll er seine 45 Jahre alte Schwester und seinen 75 Jahre alten Vater mit jeweils mehreren Messerstichen in den Oberkörper getötet haben. Danach meldete er sich am späten Montagnachmittag selbst bei der Polizei und ließ sich ohne Widerstand festnehmen. «Er war polizeilich nicht bekannt, hat keine Vorstrafen», berichtete der Behördensprecher.

Die Familie hatte in drei getrennten Wohnungen in dem Mehrfamilienhaus gelebt. Der Vater und der mutmaßliche Täter lebten jeweils allein. Die Schwester wohnte gemeinsam mit ihrer dreiköpfigen Familie, zu der auch ein kleines Kind gehört. Dieses befand sich den Angaben zufolge zur Tatzeit ebenfalls in dem Haus. 

Die Obduktionsergebnisse lagen zunächst nicht vor, die Ermittlungen am Tatort im Stadtteil Kohlheck sollten am Mittwoch fortgesetzt werden.