Nachtfahrverbot für Mähroboter soll Igel schützen
Mehrere hessische Kommunen verbieten Mährobotern nachts den Einsatz, um Igel und andere Kleintiere besser zu schützen. Der BUND setzt sich für ein umfassenderes Nachtfahrverbot der Geräte ein.
Frankfurt/Kassel (dpa/lhe) - Mähroboter sind für Igel und andere Kleintiere eine tödliche Gefahr, besonders, wenn sie in der Nacht zum Einsatz kommen. In Hessen haben deshalb mehrere Kommunen ein Nachtfahrverbot für die Geräte eingeführt, darunter die Städte Marburg und Hanau sowie die Landkreise Gießen und Kassel.
Dort dürfen die Mähroboter zwischen einer halben Stunde vor Sonnenuntergang und einer halben Stunde nach Sonnenaufgang nicht mehr eingesetzt werden. So sollen Igel, die in der Roten Liste der Säugetiere Hessens seit 2023 auf der Vorwarnliste geführt werden, besser geschützt werden.
BUND: Geräten fehlt oft Sensorik zur Erkennung der Tiere
Der BUND Hessen setzt sich für ein grundsätzliches Nachtfahrverbot ein. «Wir möchten, dass diese Geräte in der Nacht und in der Dämmerung einfach gar nicht eingeschaltet werden dürfen», erklärte Naturschutzreferentin Josephin Bruhn.
Igel seien oft in privaten Gärten zu finden, da sie dort gute Bedingungen und Nahrung vorfänden. «Das Problem mit Mährobotern besteht darin, dass sie oft nachts betrieben werden, wenn die dämmerungs- und nachtaktiven Igel auf Nahrungssuche sind.» Da die Geräte häufig keine geeignete Sensorik hätten, um Tiere zu erkennen, würden sie diese schwer verletzen oder töten.