Feste

Neue Veranstaltung soll Vielfalt des Bahnhofsviertels zeigen

Die Straßen rund um den Frankfurter Hauptbahnhof haben mitunter einen schlechten Ruf. Eine Initiative will das ändern - und plant dafür ein großes Fest.

Frankfurt/Main (dpa) - Bunt, urban, kantig: Die Initiative «Auf ins Viertel!» will mit einer neuen Veranstaltung die Vielfalt des Bahnhofsviertels hervorheben. Am 9. September solle das Stadtteilfest «Open Viertel» stattfinden, kündigten Vertreter des Gewerbevereins Treffpunkt Bahnhofsviertel am Montag in Frankfurt an. Auf vier Plätzen werde zu Live-Musik, Street-Food und verschiedenen Vorführungen eingeladen. Später könne in den umliegenden Clubs und Bars weitergefeiert werden.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

«Wir laden alle Gewerbetreibenden und Vereine ein, eigene Veranstaltungen zu planen», sagte Fabian Annich vom Treffpunkt Bahnhofsviertel. Im Gegensatz zur Bahnhofsviertelnacht, die 2019 das letzte Mal stattfand, sollen die Straßen nicht gesperrt und die Veranstaltungen gezielter ausgewählt werden.

«Das Bahnhofsviertel ist ein Viertel, das wie kein anderes für Frankfurt steht», sagte die Frankfurter Stadträtin Stephanie Wüst (FDP). Sie sagte, dass mit dem Fest nicht die negativen Seiten des Viertels versteckt werden sollen. Tausende Menschen seien täglich mit den Schattenseiten der Gegend konfrontiert und verbinden mit ihr vor allem Drogenhandel, Kriminalität und Obdachlosigkeit. Daher sei die Arbeit der Initiative wichtig, um aufzeigen, dass sich in den «vermeintlichen Problemstraßen» viel bewege.

«Auf ins Viertel!» ist eine Initiative des Gewerbevereins Treffpunkt Bahnhofsviertel. Demnach beteiligen sich rund 50 im Bahnhofsviertel ansässige Betriebe, Kulturschaffende und Vereine. «Open Viertel» ist nicht ihre einzige Veranstaltung - sie organisieren unter anderem Flohmärkte, Schnitzeljagden, Adventskalender oder auch ein gemeinsames Fastenbrechen, wie Annich weiter sagte.