Kooperationsvereinbarung

Der Frankfurter Hauptbahnhof soll sicher werden

Der Frankfurter Hauptbahnhof - und besonders seine Umgebung - haben einen schlechten Ruf. Stadt, Polizei und Bahn möchten jetzt intensiver zusammenarbeiten, um für mehr Sicherheit zu sorgen.

Der Frankfurter Hauptbahnhof soll künftig mehr Aufenthaltsqualität bieten (Symbolbild) Foto: Andreas Arnold/dpa
Der Frankfurter Hauptbahnhof soll künftig mehr Aufenthaltsqualität bieten (Symbolbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Mehr Sicherheit, mehr Ordnung, mehr Aufenthaltsqualität: Die Lage in und um den Frankfurter Hauptbahnhof soll beispielsweise durch mehr Streifen und weitere Razzien verbessert werden. Die Stadt, die Bundes- und Landespolizei, die Deutsche Bahn sowie die Frankfurter Verkehrsgesellschaft möchten dafür enger zusammenarbeiten und haben eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. 

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«Unser Ziel ist es, das Frankfurter Bahnhofsgebiet maximal unattraktiv für Kriminelle zu machen. Damit verbunden soll das Viertel seine bundesweite Sogwirkung als Kriminalitätshotspot und für Drogentouristen Stück für Stück verlieren», erklärte Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU). Dafür müssten alle Akteure an einem Strang ziehen. 

Zu den konkreten Maßnahmen gehören:

  • mehr Streifen und Polizeipräsenz
  • Reisende sollen präventiv auf Gefahren des Taschendiebstahls hingewiesen werden
  • Die Waffenverbotszone soll durchgehend überwacht werden
  • Bundes- und Landespolizei sollen bei der Auswertung der Videoschutzanlagen stärker zusammenarbeiten
  • Weitere Razzien in kurzen Abständen

Bereits am Montagmittag gab es eine größere Razzia im Bahnhofsgebiet mit rund 200 Einsatzkräften. Laut Angaben des Innenministers war es die 14. im laufenden Jahr.

Der Frankfurter Hauptbahnhof ist ein Knotenpunkt im bundesweiten Bahnverkehr. Im Bahnhofsviertel, das bundesweit berüchtigt ist, prägen Kriminalität, Drogendealer und offener Konsum das Bild - für Besucher und Anwohner gleichermaßen abschreckend. 

Lage soll auch an Haupt- und Konstablerwache verbessert werden

«Durch präzises, abgestimmtes und gemeinsames Handeln werden wir vor
allem an besonders wichtigen Stellen wahrnehmbarer, ansprechbarer und können auf Störungen schneller und wirksamer reagieren», sagte der Leiter der Frankfurter Bundespolizeiinspektion, Rocco Stein. 

Durch die Kooperation soll aber nicht nur die Situation am und um den Hauptbahnhof verbessert werden, sondern auch an den U- und S-Bahnhöfen Hauptwache und Konstablerwache sowie am Bahnhof Frankfurt-Höchst. 

An diesen zentralen Orten des Lebens in unserer Stadt entscheide sich, «ob sich die Menschen sicher fühlen – und ob Frankfurt ein positives Bild nach außen vermittelt», sagte Oberbürgermeister Mike Josef (SPD).