Nuklear-Abfälle

Neuer Zwischenbericht bei Suche nach Atommüll-Endlager

Nur noch ein Endlager statt 16 Zwischenlagern für den deutschen Atommüll: Das ist das Ziel eines langen Auswahlverfahrens. Das macht nun den nächsten Schritt. Inwieweit könnte Hessen betroffen sein?

Noch lagert der deutsche Atommüll in Zwischenlagern wie hier in Ahaus in Nordrhein-Westfalen. (Archivbild) Foto: Guido Kirchner/dpa
Noch lagert der deutsche Atommüll in Zwischenlagern wie hier in Ahaus in Nordrhein-Westfalen. (Archivbild)

Peine (dpa) - Die Gesellschaft für Endlagerung (BGE) informiert heute (12.00 Uhr) über den aktuellen Stand bei der Suche nach einem Endlager für Deutschlands Atommüll. Sie veröffentlicht auch eine Karte mit den genauen Daten für die Bundesländer, einschließlich Hessen (14.00 Uhr). 

Vor einem Jahr hatte die BGE noch 25 Prozent der deutschen Landesfläche als potenziell für ein Endlager geeignet eingestuft. Nun will sie diese Fläche weiter eingrenzen. Damit soll dann die gesamte deutsche Landesfläche bewertet sein.

Experten nehmen nur wenig Landesfläche von Hessen in den Blick 

Bereits im Zwischenbericht vor einem Jahr hatten die Experten der BGE den weitaus größten Teil Hessens nicht als Gebiet ausgewiesen, das wegen seiner möglichen Eignung genauer untersucht werden sollte

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Die BGE im niedersächsischen Peine prüft mit ihren Sicherheitsuntersuchungen, welche Gebiete in Deutschland günstige geologische Bedingungen für die unterirdische Endlagerung hochradioaktiver Abfälle erwarten lassen. 

Langwieriger Prüfprozess

Ende 2027 will die BGE dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) Standortregionen für die oberirdische Erkundung vorschlagen. Das BASE wiederum bewertet diese Vorschläge für das Bundesumweltministerium. Die finale Entscheidung über diese zu erkundenden Standortregionen trifft am Ende der Gesetzgeber.

Bis spätestens 2050 soll ein Lager für rund 27.000 Kubikmeter hochradioaktiven Atommüll gefunden werden, der in mehr als 60 Jahren Atomkraft angefallen ist. Der Standort soll Sicherheit für eine Million Jahre bieten. Derzeit lagert deutscher Atommüll in sechzehn oberirdischen Zwischenlagern in verschiedenen Bundesländern. Die letzten deutschen Atomkraftwerke gingen im April 2023 außer Betrieb.