Panorama-Rundbau

Neues Asisi-Panorama in Konstanz: Was Besucher wissen müssen

Wie sah Konstanz vor mehr als 600 Jahren aus? Ein neues 360-Grad-Panorama soll Besucher mitten in die Zeit des Konzils versetzen. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur neuen Attraktion am Bodensee.

Die neue Attraktion soll an diesem Samstag öffnen. Foto: Felix Kästle/dpa
Die neue Attraktion soll an diesem Samstag öffnen.

Konstanz (dpa/lsw) - Wer in Konstanz bisher einen Rundumblick wollte, musste nach draußen. Jetzt geht das auch nach innen: Im neuen Asisi-Panorama steht man mitten in einer riesigen Darstellung der Stadt im Mittelalter. Der mehr als 50 Meter hohe Rundbau am Bodensee öffnet heute. Was Besucher über Eintritt, Ausstellung und Aussicht wissen sollten.

Was ist das Asisi-Panorama?

Das Panorama ist ein großes Rundbild des Künstlers Yadegar Asisi. Es zeigt Konstanz zur Zeit des Konzils, das von 1414 bis 1418 dauerte. Besucher stehen mitten in einer kreisrunden Szenerie und können die mittelalterliche Stadt aus verschiedenen Perspektiven und Stockwerken betrachten.

Zu sehen sind politische und religiöse Persönlichkeiten, aber auch Szenen aus dem Alltag der Menschen. Klang- und Lichteffekte sollen das historische Geschehen zusätzlich erlebbar machen.

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Impressum

Das Konzil brachte geistliche und weltliche Machthaber aus ganz Europa nach Konstanz. Eines der wichtigsten Ziele war es, die Spaltung der katholischen Kirche zu überwinden.

Wann öffnet das Panorama?

Ursprünglich war die Eröffnung bereits für Mai geplant. Die Fertigstellung des neuen Gebäudes verzögerte sich jedoch. Als Grund nannten die Bauherren die komplizierte Konstruktion des Hauses in Hybrid-Holzbauweise. Das Panorama soll heute erstmals für Besucher öffnen.

Wie groß ist das Panorama?

Das Rundbild erstreckt sich auf rund 3.000 Quadratmetern und ist 30 Meter hoch. Präsentiert wird es in einem mehr als 50 Meter hohen Rundbau am Seerhein. Das Gebäude wurde eigens für das Panorama errichtet. 

Gibt es noch mehr als das Panorama?

Ja. Zum Besuch gehört auch eine rund 600 Quadratmeter große Begleitausstellung. Sie soll erklären, was während des Konzils geschah und wie die Gesellschaft im Mittelalter aussah. 

Das Haus oll zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt werden. Foto: Felix Kästle/dpa
Das Haus oll zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt werden.

Was kostet der Eintritt?

Erwachsene zahlen 18,50 Euro. Für Kinder ab sechs Jahren sind zehn Euro vorgesehen, der ermäßigte Eintritt kostet 16,50 Euro. 

Wie kommt man hin?

Das Panorama liegt an der Reichenaustraße 110 am Seerhein. Wer mit dem Auto kommt, kann über A81, B33 und B31 anreisen. Als Parkmöglichkeit wird das Parkhaus Europabrücke genannt.

Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Panorama erreichbar: Vom Konstanzer Hauptbahnhof fahren unter anderem die Buslinien 6, 13 und 4 sowie der City Shuttle in Richtung Panorama.

Kann man einfach hingehen?

Ja. Das Panorama soll täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet sein. Die Betreiber empfehlen allerdings gerade in Ferienzeiten ein Online-Ticket mit Zeitfenster, um lange Wartezeiten zu vermeiden.

Kann man dort auch essen?

Das Gebäude soll später um ein Rooftop-Restaurant mit Terrasse erweitert werden. Von dort aus soll es einen 360-Grad-Blick über Konstanz, den Bodensee und die Umgebung geben. Die Dachterrasse soll im Oktober öffentlich zugänglich sein. 

Gibt es solche Panoramen auch anderswo?

Ja. Das Konstanzer Panorama ist das 17. Werk dieser Art von Yadegar Asisi. Andere Panoramen des Künstlers befinden sich beispielsweise in Berlin, Dresden, Leipzig und Pforzheim.