Adelsgeschlecht Haus Hessen

Noch keine Entscheidung bei Übernahme von Schlössern

Hessische Adelige wollen Kulturgüter abgeben. Das Land Hessen prüft das Angebot weiter. Immerhin gibt es jetzt einen Zeitplan.

Eines der Objekte, um die es geht: das Schlosshotel Kronberg. (Archivbild) Foto: Arne Dedert/dpa
Eines der Objekte, um die es geht: das Schlosshotel Kronberg. (Archivbild)

Wiesbaden (dpa/lhe) - Auch gut ein halbes Jahr nach der Offerte ist nicht entschieden, ob das Land Hessen die angebotenen Schlösser und Parks des Adelsgeschlechts Haus Hessen übernimmt. Die «ergebnisoffene Prüfung» dauere an, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums, das derzeit federführend mit dem Thema betraut ist, der Deutschen Presse-Agentur. 

Immerhin zeichnet sich mittlerweile ein Zeithorizont ab: «Bis Ende des Jahres soll eine Entscheidung über die nächsten Schritte getroffen werden», so der Sprecher. 

Hotel und Museum

Das Adelsgeschlecht Haus Hessen hatte dem Land Hessen Anfang des Jahres angeboten, Schlösser, Parks und Kunstsammlungen aus einer Stiftung «mit allen Rechten und Pflichten» zu übernehmen. Dazu zählen unter anderem das Schlosshotel Kronberg im Taunus und das Museum Schloss Fasanerie im osthessischen Eichenzell.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

«Der Erhalt historischer Gebäude und Kunstschätze ist dabei eine Aufgabe für Generationen – keine Frage von wenigen Jahren oder Legislaturperioden», hieß es aus dem Finanzministerium. «Daher hat bei der ergebnisoffenen Prüfung Gründlichkeit Vorrang vor Schnelligkeit.»