OB-Wahl in Baden-Baden: Stichwahl nötig
Acht Kandidaten, kein Gewinner: Keiner der Bewerber für die Führung des Rathauses von Baden-Baden erzielt die absolute Mehrheit. Eine Stichwahl ist nötig.
Baden-Baden (dpa/lsw) - Die Stadt Baden-Baden wartet weiter auf einen neuen Rathauschef - oder eine neue Rathauschefin. Bei der Oberbürgermeisterwahl in der Kurstadt konnte am Sonntag keiner der acht Kandidaten die in der ersten Runde notwendige absolute Mehrheit erzielen. In einer Stichwahl können sich die Wählerinnen und Wähler nun in zwei Wochen zwischen Thomas Jung und Lencke Wischhusen (beide parteilos) entscheiden, die die meisten Stimmen auf sich vereinten. In der Stichwahl reicht eine einfache Mehrheit.
Der Ex-SWR3-Chef und Medienmanager Jung landete dem vorläufigen Ergebnis zufolge mit 37,0 Prozent auf Platz eins in der Wählergunst. Die Industriekauffrau Wischhusen kam mit 31,4 Prozent auf Platz zwei, wie auf der Website der Stadt nach Auszählung aller Gebiete zu lesen war. Wahlberechtigt waren rund 42.000 Bürgerinnen und Bürger. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,6 Prozent.
Die Wahl eines neuen Stadtoberhaupts findet weit früher statt als ursprünglich vorgesehen. Der vorherige OB Dietmar Späth (parteilos) war Ende des Jahres nach einer langen Hängepartie wegen Dienstunfähigkeit aus dem Amt geschieden. Eigentlich hätte seine achtjährige Amtszeit erst 2030 geendet. Die Stichwahl findet am 22. März statt.